Closed world assumption
Posted on February 25th, 2008 by admin
Die Closed-world-assumption (dt. Annahme zur Weltabgeschlossenheit) bei der Modellierung von Sachverhalten (Wissensrepräsentation) sagt aus, das alles, was nicht explizit als wahr bewiesen werden kann, als falsch bezeichnet wird: Alles was also nicht modelliert ist, existiert im Modell auch nicht und ist nicht beweisbar, also falsch, das heißt nicht ableitbar. In der Prädikatenlogik gilt diese Annahme nicht.
Beispiele
- Telefonauskunftsystem
- Wenn eine Nummer im System ist, dann kann Auskunft darüber erteilt werden. Es kann aber nicht geschlossen werden Wer nicht im Telefonbuch steht, hat auch kein Telefon, da es Personen gibt, die sich nicht eintragen lassen.
- Bus- oder Bahnfahrpläne
- Falls ein Bus planmäßig ausschließlich jede volle Stunde abfährt, ist der Umkehrschluss, dass er zu anderen Zeiten nicht abfährt, durchaus legitim.
- natürliche Sprache
- Ein deutscher Politiker im Bundestag sagt: „Alle Schulen haben einen Internetzugang“, dann meint er eigentlich, wenn er über die Bildungssituation in Deutschland spricht “Alle Schulen in Deutschland haben einen Internetzugang”. Er meint nicht die Schulen auf der ganzen Welt!

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