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Anatozismus

Anatozismus (v. griech.: anatokismós = Nehmen von Zinseszins; aus aná = auf + tókos = Zins) ist das Verlangen von Zinseszins in der Form, dass die Zinsen wieder zu dem verzinslichen Kapital geschlagen werden.

Wenn beispielsweise 100 Euro mit 10% verzinst werden, also in der ersten Zinsperiode 10 Euro Zinsen anfallen, bedeutet Anatozismus, dass in der zweiten Zinsperiode 10% Zinsen auf 110 Euro - nämlich dem ursprünglichen Kapital und dem ihm zugeschlagenen Zins aus der Vorperiode - verlangt werden, also 11 Euro.

Nach deutschem Recht ist eine im Voraus getroffene Vereinbarung von Zinseszins nichtig, § 248 Abs. 1 BGB. Für Sparkassen, Kreditanstalten und Inhaber von Bankgeschäften gilt jedoch für den Fall des Anatozismus eine Ausnahme. Eine Vereinbarung, dass Zinsen von Einlagen als neue verzinsliche Einlagen behandelt werden, ist wirksam (§ 248 Abs. 2 Satz 1 BGB).

Fixe Kosten

Die Fixen Kosten (auch Bereitschaftskosten, zeitabhängige Kosten oder beschäftigungsunabhängige Kosten) sind ein Teil der Gesamtkosten, welche hinsichtlich der Änderung einer betrachteten Bezugsgröße (in der Regel Beschäftigung) in einem bestimmten Zeitraum konstant bleiben. Es handelt sich dabei beispielsweise um Abschreibungen auf das Anlagevermögen oder Miet- oder Zinsaufwendungen. Das Gegenteil der Fixkosten sind die variablen Kosten. Der Anteil an variablen und fixen Kosten wird durch Kostenauflösung errechnet.

Bei einem hinreichend langfristigen Betrachtungszeitraum gibt es keine Fixkosten. Deshalb handelt es sich bei Fixkosten um eine nicht eindeutige (hinsichtlich der Produktions/Zeit-Funktion) Hilfskonstruktion um die im Vorhinein unbekannten tatsächlich durch eine Produktion verursachten Kosten im Vorhinein, bzw. bei laufender Produktion, abschätzen zu können.


Fixkosten und Stückkosten

Da Fixkosten Gemeinkosten oder Einzelkosten sein können, jedoch unabhängig von der Ausbringungsmenge anfallen(kurzfristig), können sie nicht verursachungsgerecht auf die Stückkosten umgelegt werden. Möglichkeiten, die Fixkosten in die Stückkosten einer Produkteinheit einzubeziehen, sind

  • Division der Fixkosten durch die Ausbringungsmenge (Fixkostenproportionalisierung)
  • Verteilung nach dem Durchschnittsprinzip
  • Aufteilung in Nutz- und Leerkosten nach dem Beanspruchungsprinzip

Werden Fixkosten auf die Ausbringungsmenge verteilt und durch Addition der variablen Kosten Vollkosten berechnet, dann muss beachtet werden, dass Vollkosten oftmals nicht kurzfristig entscheidungsrelevant sind. Bei einer Verringerung der Ausbringung entfallen etwa nur die variablen Kosten, die Fixkosten bleiben jedoch unverändert. Eine Verteilung von Fixkosten auf die Ausbringungsmenge birgt deshalb die Gefahr von Fehlentscheidungen in Unternehmen: Ein Unternehmen, dass über einen Zusatzauftrag entscheidet, sollte diesen auch dann annehmen, wenn die Vollkosten nicht gedeckt werden, man aber über die variablen Kosten hinaus einen Deckungsbeitrag zur teilweisen Deckung der Fixkosten erlösen kann.


Sprungfixe Kosten

Sprungfixe Kosten (auch intervallfixe Kosten) sind Kosten, die innerhalb bestimmter Intervalle konstant sind, aber zwischen diesen Intervallen auf ein anderes Niveau steigen oder fallen („springen“). Die Kostenfunktion nimmt in diesem Fall einen treppenartigen Verlauf an.
Dies geschieht beispielsweise, wenn ab einer bestimmten zu produzierenden Stückzahl die Produktionskapazität nicht mehr ausreicht, und es zu Neuinvestitionen (z.B. neue Maschinen) oder anderen Erweiterungen kommt.

Beispiel:
Eine Maschine verursacht fixe Kosten (z. B. Abschreibungen und dergleichen) in Höhe von 500 Euro. Auf ihr können in 24 Stunden max. 30 Teile hergestellt werden. Wenn die Produktionsmenge auf 31 Teile erhöht werden soll, wird eine weitere Maschine benötigt. Die Fixkosten steigen sprunghaft von 500 auf 1000 Euro an. Solange die Produktionsmenge jetzt unter 60 Teilen bleibt, müssen keine weiteren Maschinen angeschafft werden.


Abgrenzung der fixen Kosten

  • Produktfixe Kosten sind Kosten, die für ein bestimmtes Produkt anfallen und dabei unabhängig von der Ausbringungsmenge sind. Dies können z. B. Kosten für ein Spezialwerkzeug sein, das nur der Herstellung eines bestimmten Produktes dient.
  • Produktgruppenfixe Kosten sind Kosten, die nur für Produkte einer bestimmten Produktgruppe anfallen und dabei unabhängig von der Ausbringungsmenge sind. Dies können z. B. Kosten für Maschinen sein, die nur zur Herstellung dieser Produktgruppe dienen.
  • Kostenstellenfixe Kosten sind Kosten, die innerhalb einer Kostenstelle für mehrere Produktgruppen anfallen und dabei unabhängig von der Ausbringungsmenge sind. Dies können z. B. Kosten für die Räumlichkeiten sein.
  • Bereichsfixe/spartenfixe Kosten sind Kosten, die nur für Produktgruppen anfallen, die innerhalb eines Bereichs oder einer Sparte zusammengefasst sind. Dies können z. B. Verwaltungskosten sein.
  • Unternehmensfixe Kosten sind Kosten, die weder einem Produkt, einer Gruppe, einer Kostenstelle oder einem Bereich bzw. einer Sparte zugeordnet werden können. Dies können z. B. Beitragszahlungen oder allgemeine Kosten der Geschäftsführung sein.

Scheinleistung

Scheinleistung ist ein Begriff aus der Elektrotechnik. Sie ist die geometrische Summe aus Wirkleistung und Blindleistung und gleichzeitig das Produkt aus den Effektivwerten von Strom und Spannung.

<math>S = U \cdot I = {\sqrt{P^2 + Q^2}} \,

</math>

wobei S das übliche Formelzeichen für die Scheinleistung, P für die Wirkleistung und Q für die Blindleistung ist.

Für rein sinusförmige Ströme und Spannungen ist die komplexe Rechnung anwendbar. Nur in diesem Fall kann man von einer Phasenverschiebung reden und das unten stehende Zeigerdiagramm verwenden.

Die Wirkleistung als Anteil der Scheinleistung beschreibt jene Leistung, durch die elektrische Energie umgewandelt wird und welche so Arbeit verrichtet, beispielsweise in Form von mechanischer oder thermischer Energie. Die Blindleistung hingegen ist jener Anteil der Scheinleistung, der periodisch zwischen Erzeuger und Verbraucher hin- und herpendelt und somit keine Arbeit verrichtet. Da in der Scheinleistung die Rechengröße Blindleistung enthalten ist, ist auch die Scheinleistung nur eine sinnvolle Definition. So werden beispielsweise elektrische Leitungen wie Freileitungen auf die maximal zu übertragene Scheinleistung ausgelegt.

Inhaltsverzeichnis


Scheinleistung bei sinusförmigen Größen und einer Frequenz

Wenn in einem elektrischen Verbraucher oder einem Versorgungsnetz lineare Induktivitäten oder Kapazitäten zugeschaltet sind, benötigen diese zum Aufbau des magnetischen oder elektrischen Feldes eine elektrische Arbeit, die jedoch mit jeder Halbperiode der Frequenz wieder an das Netz zurückgegeben wird. Der zeitliche Verlauf der Blindleistungswerte ist gegenüber dem der Wirkleistung um eine Viertelperiode (bzw. 90°) verschoben und ergibt komplex (bzw. „geometrisch“) zusammengerechnet mit dieser den Wert der Scheinleistung.

Die Scheinleistung wird gemäß DIN 40110-1 zur Unterscheidung von der Wirkleistung in der Einheit Voltampere (Einheitenzeichen VA) anstelle von Watt (Einheitenzeichen W) angegeben, die Blindleistung in Var (Einheitenzeichen var).

Da neben dem Strom für die Erbringung der Wirkleistung auch der Strom für die Blindleistung aufgebracht werden muss, müssen das Netz und die Betriebsmittel wie z. B. die versorgenden Generatoren und Transformatoren dennoch sämtlich für den Wert der Scheinleistung bemessen werden. Dies gilt nur dann nicht, wenn eine Blindstromkompensation den Blindstrom-Fluss auf die örtlichen Verbraucher-internen Leitungsverbindungen begrenzt.

In der komplexen Wechselstromrechnung ist die Scheinleistung definiert als Betrag der komplexen Scheinleistung S und als geometrische Summe aus Wirkleistung P und Blindleistung Q
<math>S = | \underline S | = U \cdot I</math>
<math>S = \sqrt {P^2 + Q^2}</math>
<math>\underline S = P + jQ</math>
<math>\cos \varphi = {P \over S}</math>


Scheinleistung bei nicht sinusförmigen Größen

Treten in einem elektrischen Netzwerk nicht nur sinusförmige Spannungen und Ströme auf, treten auch sogenannte Oberschwingungen auf. Die Blindleistung muss dann um die so genannte Verzerrungsblindleistung erweitert werden, welche den Anteil der Oberschwingungen an der Blindleistung beschreibt. Somit ändert sich bei Oberschwingungen auch der Betrag der Scheinleistung.

Jedes periodische Signal lässt sich mittels der Fourieranalyse in eine Reihe von einzelnen Sinusschwingungen, sogenannten Spektralkomponenten, zerlegen. Zur Berechnung der Scheinleistung im allgemeinen Fall ist daher eine Erweiterung des Begriffes auf beliebig viele Frequenzen notwendig. In diesem Fall lässt sich die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung nicht mehr einfach mit einem einzigen Winkel <math> \varphi </math> ausdrücken.

Wichtig ist diese Verallgemeinerung immer, wenn nicht auf den Sonderfall reiner Sinusgrößen zurückgegriffen werden kann. Zur Verdeutlichung, wo diese Erweiterung des Begriffes notwendig ist, einige Beispiele dafür:

  • Wenn nichtlineare Verbraucher an einer sinusförmigen Spannungsquelle betrieben werden. Dies sind beispielsweise Gleichrichter, wie sie in Schaltnetzteilen zu finden sind. Es tritt dabei Verzerrungsblindleistung auf welche einen Teil der Scheinleistung darstellt.
  • Bei der Phasenanschnittsteuerung kommt neben Oberschwingungen und der damit verbundenen Verzerrungsblindleistung zu einer zeitlichen Verschiebung und somit zu einer zusätzlichen Blindleistung in der Grundschwingung - auch bei rein ohmscher Last welche über eine Phasenanschnittsteuerung in ihrem Leistungsumsatz geregelt wird. Diese Blindleistung wird aufgrund der Ansteuerung mittels Phasenanschnitt Steuerblindleistung genannt, sie ist Teil der Scheinleistung.
  • Wenn das Kernmaterial von magnetischen Kreisen wie Spulen oder Transformatoren sättigt und es sich dann um nichtlineare Induktivitäten handelt.
  • Wenn ein ohmscher Widerstand an einer Wechselspannungsquelle mit rechteckigen Signalverlauf betrieben wird. In diesem Fall tritt Verzerrungsblindleistung im Netz auf und somit ist die Scheinleistung ungleich der Wirkleistung, aber am ohmschen Verbraucher ist die Schein- gleich der Wirkleistung. Eine konkrete Anwendung wäre das Dimmen von Glühlampen mittels PWM.


Steuerblindleistung

Das letzte Beispiel aus obiger Liste soll zwecks Vorstellung der dabei auftretenden Scheinleistung näher erläutert werden: Die Wechselspannungsquelle liefert eine rechteckförmige Spannung fixer Frequenz, d. h. sie schaltet zwischen keiner Spannung und maximaler Spannung an ihrem Ausgang hin und her. Mittels einer Pulsbreitenmodulation PWM erfolgt die Leistungsregelung am ohmschen Verbraucher (Glühlampe). Der Pulsbreitenfaktor k im Wertebereich von 0 bis 1 gibt das Verhältnis zwischen eingeschalteter Spannung und ausgeschalteter Spannung innerhalb einer Periode an.

Ist k gleich 1, ist das Pulsbreitenverhältnis maximal: Die Spannung am Ausgang ist eine konstante Gleichspannung. Die abgegebene Wirkleistung ist gleich der Scheinleistung. Ist k gleich 0, ist das Pulsbreitenverhältnis minimal, in diesem Fall ist die Spannung am Ausgang 0 und sowohl abgegebene Scheinleistung wie auch Wirkleistung sind gleich 0.

Für alle anderen Werte von k zwischen 0 und 1 weicht der Betrag der von der Quelle abgegebenen Scheinleistung von der Wirkleistung der Glühlampe ab. Der effektive Strom, den die PWM-Spannungsquelle mit der effektiven Spannung U am Widerstand R der Glühlampe liefert, ist:

<math>I=\sqrt{k} \frac{U}{R}</math>

Dies eingesetzt in die Definition für die von der Quelle abgegebene Scheinleistung ergibt:

<math>S = UI = \sqrt{k} \frac{U^2}{R}</math>

Die Wirkleistung an dem Wirkwiderstand R der Glühlampe mit dem Pulsbreitenfaktor k hingegen ist:

<math>P = k \frac{U^2}{R}</math>

Der vektorielle Differenzbetrag ist Verzerrungsblindleistung D mit dem Betrag:

<math>D = \sqrt{S^2 - P^2} = \sqrt{k-k^2} \frac{U^2}{R}</math>

Bei einem Pulsbreitenverhältnis der PWM von k=0,5 sind Blindleistungsanteil und Wirkleistungsanteil betragsmäßig gleich groß. Die abgegebene Scheinleistung S der PWM-Spannungsquelle beträgt dann das <math>\sqrt{2}</math>-fache der an der Glühlampe wirksamen Wirkleistung P.

Als ein weiteres Beispiel für das Auftreten der Steuerblindleistung sind steuerbare Gleichrichter mittels Phasenanschnittsteuerung. Auch bei rein ohmscher Belastung auf der Gleichstromseite kommt es auf der Wechselspannungsseite zu einer ohmsch-induktiven Rückwirkung auf das Versorgungsnetz, wie nebenstehende Abbildung zeigt.

Dabei stellt der blau dick dargestellte Stromverlauf den Strom auf der Wechselspannungsseite dar. Der Strom ist abschnittsweise konstant, da er direkt dem Strom auf der Gleichspannungsseite bei konstanter Gleichspannung an einer konstanten ohmschen Last entspricht. Die zu diesem Stromverlauf gehörende Grundschwingung ist dünn blau strichliert eingezeichnet. Man erkennt in der Abbildung, dass die Grundschwingung des Stromes bei der Anschnittststeuerung phasenverschoben wird und somit auf Wechselspannungsseite eine Blindleistung auftritt.

Die von dem Versorgungsnetz zur Verfügung gestellte Scheinleistung auf Wechselspannungsseite ist wie bei der Pulsbreitenmodultion (PWM) betragsmässig unterschiedlich der Wirkleistung auf der Gleichspannungsseite. Diese Differenz wird auch als Steuerblindleistung bezeichnet. Wobei zu beachten ist, dass dieser Begriff in der Literatur nicht einheitlich verwendet wird und festgestellt werden muss ob dabei nur die Blindleistung in der Grundschwingung oder auch die Verzerrungsblindleistung in den Oberschwingungen gemeint sind.


Weitere Verallgemeinerung

Die Verallgemeinerung kann auch noch weiter betrieben werden. Auch Arbeitsfrequenzen unterhalb der Netzfrequenz (z. B. Periodengruppensteuerungen) führen zu Verzerrungsblindleistung und Subharmonischen. Man kann soweit gehen, dass man bei einem Pumpspeicherkraftwerk, bei dem, von den Verlusten abgesehen, die mittlere Leistung null ist, von Blind- und Scheinleistung spricht (Phasenschieberbetrieb). Berücksichtigt man in Gleichspannungskreisen, dass bei pulsierenden Strömen der Effektivwert des Stromes und sein Mittelwert ungleich sind, so folgt daraus, dass das Produkt aus der Gleichspannung und dem Effektivwert des Stromes eine Scheinleistung (aber : <math> \cos \varphi = 1 )</math> ist.


Siehe auch

Scheinwiderstand, Wirkwiderstand, Blindwiderstand, Kurzschlussleistung

TIB

Die Abkürzung TIB steht für:

  • Technische Informationsbibliothek Hannover, die zentrale Fachbibliothek für Technik und Naturwissenschaften in Deutschland
  • Tiefenpsychologisches Institut Baden e.V. mit Sitz in Bad Herrenalb
  • Forbundet Træ-Industri-Byg i Danmark, die Dänische Holzindustrie-Gewerkschaft
  • Tag i Bergslagen, eine schwedische Eisenbahngesellschaft
  • Targul International Bucuresti, eine Maschinenbau-Messe in Bukarest, Rumänien
  • der Flughafen von Tibu in Kolumbien, nach dem IATA-Airport-Code

TiB steht für:

  • Tebibyte, 240</sub> Byte = 1.099.511.627.776 Byte; im Gegensatz zu TB (Terabyte, 1.000.000.000.000 Byte)
  • Turngemeinde in Berlin 1848 e.V., Sportverein

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag ist in der Kosten- und Leistungsrechnung die Differenz zwischen den erzielten Erlösen (Umsatz) und den variablen Kosten. Es handelt sich also um den Betrag, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht. Der Deckungsbeitrag kann sowohl auf die Gesamtmenge (DB) eines Produktes bezogen sein, als auch auf eine Mengeneinheit (db), um z.B. über die Vollkostenrechnung das Produktionsvolumen zu ermitteln, bei dem die Gewinnschwelle (=Break-Even-Point) erreicht wird.

Inhaltsverzeichnis


Mathematische Definition

<math>db=p-k_v</math>

mit

<math>db</math>: Deckungsbeitrag pro Mengeneinheit

<math>p</math>: Preis pro Mengeneinheit (Erlös pro Mengeneinheit <math>e</math>)

<math>k_v</math>: variable Kosten pro Mengeneinheit


Relativer Deckungsbeitrag

Synonymehttp://homepages.hs-bremen.de/~mfrey/efa-students/Laudi/Archiv/Kostenrechnung.ppt:

  • Spezifischer Deckungsbeitrag
  • Plannutzen-Kennziffer (im Einzelhandelsdefizit)
  • Leistungserfolgssatz
  • Bruttogewinn pro Einheit der Engpassbelastung

Der relative Deckungsbeitrag (auch Bruttogewinnsatz) bezieht den Faktorverbrauch mit ein, der zur Generierung des Deckungsbeitrags benötigt wird:

<math>rDB={Deckungsbeitrag\over Produktionsfaktorverbrauch}</math>

Existiert innerhalb eines Unternehmens ein Engpass für einen Produktionsfaktor, und können aus diesem Faktor mehrere Produkte hergestellt werden, so lässt sich mit dem relativen Deckungsbeitrag feststellen, welches Produkt den Faktor am effizientesten ausnutzt und daher produziert werden sollte. Der relative Deckungsbeitrag (hier auch als engpassspezifischer Deckungsbeitrag bezeichnet), gibt die Opportunitätskosten für den Fall an, dass man sich gegen die Herstellung des Produkts entscheidet.

Ein Beispiel ist die Knappheit an Produktionskapazität, wodurch die Zeit, die für die Produktion benötigt wird, als entscheidende Determinante in die Rechnung mit einbezogen wirdhttp://prodman.wu-wien.ac.at/download/skriptum2000/text/kap06.htm. In diesem Fall ergibt sich der relative Deckungsbeitrag aus:
<math>rDB={Deckungsbeitrag\over Zeiteinheit}</math>


Deckungsspanne

Die Deckungsspanne ist der Deckungsbeitrag pro Stück und errechnet sich folgendermaßen:

<math>Deckungsspanne={Deckungsbeitrag\over Absatzvolumen}</math>


Deckungsbeitragsrechnung

Der Deckungsbeitrag ist die Rechengröße der Deckungsbeitragsrechnung. Innerhalb der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung (Fixkostendeckungsrechnung) unterscheidet man, je nach betrachteter Unternehmensebene (sprich welche fixen Unternehmenskosten alle hinzugerechnet werden), verschiedene Deckungsbeitragsstufen. So gibt es durchaus Unternehmen die 5-stufige, teilweise sogar 13 oder noch mehrstufige Deckungsbeitragsrechnungen etabliert haben.


Fußnoten

Papillarkörper

Als Papillarkörper bezeichnet man fingerförmige Einstülpungen („Papillen“) an der Unterseite bei mehrschichtigen Epithelien, die von der darunter liegenden Schicht ausgehen. Ein Papillarkörper tritt an Stellen starker mechanischer Belastung auf und dient der intensiven Verzahnung des Epithels mit seiner Unterlage.

An der äußeren Haut wird der Papillarkörper von der Lederhaut gebildet und tritt hier als Papillenschicht (Stratum papillare) auf. Lediglich die Furchen der Felderhaut sind papillenfrei. Am stärksten ist der Papillarkörper am Huf bei Pferden ausgebildet. Hier bildet er im Wandbereich verzweigte Blätter.

An Schleimhäuten wird der Papillarkörper durch die Eigenschicht (Lamina propria mucosae) gebildet. Einen Papillarkörper besitzen nur verhornte Schleimhäute wie die Mundschleimhaut sowie die Schleimhaut des Anus, des Scheidenvorhofs, der Eichel, der Speiseröhre und der Vormägen der Wiederkäuer (Pansen, Netzmagen, Blättermagen).

Forward rate

Unter Forward rate (auch Forward-Zins) versteht man den Zinssatz für eine Periode (Jahr/Halbjahr usw.) in der Zukunft, der mit heute am Markt vorhandenen Anleihen risikolos abgesichert werden kann.


Allgemeines

Forward rates entsprechen nicht dem tatsächlichen zukünftigen Zinsniveau. Sie sind in der Regel für verschiedene Laufzeiten unterschiedlich, was in der Forward-Zinsstruktur zum Ausdruck kommt und in verschiedenen Zinskurven veranschaulicht werden kann.


Siehe auch

  • London Interbank Offered Rate (LIBOR)
  • Terminzins.

Präprophase

Die Präprophase ist eine Phase während der Mitose von Pflanzenzellen, die bei anderen Eukaryoten nicht vorkommt. Sie geht der Prophase voraus und ist durch zwei charakteristische Ereignisse gekennzeichnet:

1) Die Ausbildung des Präprophasebands, einer dichten Mikrotubuliansammlung direkt unterhalb der Plasmamembran.

2) Die Initiation der Mikrotubulineubildung an der Kernhülle.

Pflanzenzellen sind durch ihre Zellwand in ihrer Form festgelegt. Im Laufe des Wachstums der Pflanze muss daher, um die korrekte Orientierung jeder Zelle im Gewebe zu gewährleisten, die Zellteilungsebene genau festgelegt werden.

Das Präprophaseband wird unterhalb der Plasmamembran, in der Zellrinde, gebildet. Es liegt in der späteren Zellteilungsebene und besteht aus Mikrotubuli und Mikrofilamenten (Actin).

Die Mitosespindel wird erst zu Beginn der nachfolgenden Prophase gebildet und wird am Präprophaseband orientiert. So wird sichergestellt, dass die Organellen der Zelle bei der Mitose nicht ungleich verteilt werden.


Quellen

  • Gerald Karp: Molekulare Zellbiologie. Springer, Berlin Heidelberg New York 2004, ISBN 3-540-23857-3

Snirtjebraten

Snirtjebraten oder kurz Snirtje ist ein beliebtes ostfriesisches Fleischgericht. Es besteht aus großen Schweinefleisch-Stücken (meist Filet oder Braten), die mit vielen Zwiebeln goldgelb angebraten werden. Vor dem Anbraten fügt man noch Nelken, Piment und Lorbeerblätter hinzu und lässt das Ganze einige Zeit gut durchziehen. Dazu kommt noch etwas Mehl, Wasser zum Ablöschen sowie Salz und Pfeffer zum Würzen. Zum Abbinden fügt man noch etwas Tomatenmark hinzu. Wer möchte, kann noch mit Sahne abschmecken.

Zum Snirtjebraten werden in Ostfriesland vor allem Rotkohl, Gewürzgurken, Kürbisstückchen und Salzkartoffeln gereicht. Dazu wird gerne ein Bier getrunken.

Heinz Höher

Heinz Höher (* 11. August 1938 in Leverkusen) ist ein ehemaliger Fußballprofi und Bundesliga-Trainer.

Seine Profikarriere begann Höher 1963 beim damaligen Bundesligisten MSV Duisburg. In der Folge wechselte Höher für ein Jahr (1965/66) in die Niederlande zum FC Twente Enschede, bevor er sich im Sommer 1966 dem damaligen Regionalligisten VfL Bochum anschloss. Mit dem VfL erreichte Höher als Spieler 1968 das DFB-Pokalfinale in Ludwigshafen, das er jedoch mit 1:4 gegen den hochfavorisierten 1. FC Köln verlor.

Seine Trainerkarriere begann Höher 1972 beim VfL Bochum. Beim Bundesligisten blieb Höher sieben Jahre ununterbrochen Cheftrainer und ist damit der bis heute am längsten amtierende Coach der Bochumer Vereinsgeschichte. Nach seinem Weggang aus Bochum arbeitete Höher für den MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Nürnberg, bei dem Höher 1988 auf den Managerposten wechselte. Ein Comebackversuch auf die Trainerbank scheiterte 1996 beim VfB Lübeck aus gesundheitlichen Gründen. An seinem ersten Arbeitstag in Lübeck brach Höher nach einem Kreislaufkollaps auf dem Trainingsplatz zusammen.

Heinz Höher lebt heute in Franken und ist Jugendtrainer bei der SpVgg Greuther Fürth.

Google Dance

Der Google Dance (Englisch für Google Tanz) ist der Unterschied zwischen dem Indizierungsbestand zwischen verschiedenen Google-Rechenzentren.

Google indiziert, wie jede andere Suchmaschine das Internet automatisiert über Webcrawler. Aus Gründen der Lastverteilung existiert der Index aber autark auf mehreren Rechenzentren, die je ihren eigenen Datenbankindex haben.

Der Datenbankindex wird in gewissen gleichen Abständen, aber von jedem Rechenzentrum selbstständig aktualisiert. Diese Aktualisierung kann bis circa vier Tage zeitversetzt geschehen und ist vom Ergebnis mal mehr, mal weniger spektakulär.

Bei benutzerseitigen Suchanfragen werden nun unterschiedliche Rechenzentren angesprochen, und so erhält man unterschiedliche Ergebnisse aus den verschiedenen Indizes.

Nach einem Google Dance sind die Platzierungen der Suchergebnisse oft verändert oder bereinigt. Aus diesem Grunde fiebern Personen die Suchmaschinenoptimierung betreiben diesem Tag besondern eifrig entgegen.

Feuerwehraufzug

Feuerwehraufzüge sind besonders abgesicherte Aufzüge, über die im Brandfall ein schnelles Erreichen der Brandetage und erforderlichenfalls eine Menschenrettung durchgeführt werden kann. Reguläre Aufzüge bergen während eines Feuers erhebliche Gefahren, insbesondere da bei einem “Steckenbleiben” keinerlei Fluchtmöglichkeit besteht. Die Feuerwerhaufzüge müssen daher besonders abgesichert werden:

  • Gesonderte Belüftung
  • Kommunikationstechnik
  • Notstromversorgung
  • eigener Brandabschnitt


Erforderniss

In Hochhäusern über 35 Meter und in Krankenhäusern sind Feuerwehraufzüge vorgeschriebenen. Vom Feuerwehraufzug muss jeder Punkt eines Aufenthaltsraumes in höchstens 50 m Entfernung erreichbar sein.
In Krankenhäusern muss mindestens einer der Bettenaufzüge als Feuerwehraufzug ausgestattet sein.


Quellen

  • Beispiel der Ausführungskriterien in Düsseldorf, PDF

Aufsandungserklärung

Unter Aufsandungserklärung versteht das österreichische Grundbuchsrecht (§ 32 Abs.1 lit. b GBG) eine notariell oder gerichtlich beglaubigte, “ausdrückliche” Erklärung einer Person, dass sie in die grundbücherliche Eintragung einer vertraglichen Änderung ihrer Rechte einwilligt.

Im deutschen Recht ist der Vorgang ähnlich und ein wichtiger Bestandteil der sog. Auflassung; in den mitteleuropäischen Nachfolgestaaten Österreich-Ungarns entspricht er weitgehend dem grundbücherlichen Vorgang in Österreich.

Die Erklärung muss jene Person abgeben, deren bücherliches Recht beschränkt, belastet, aufgehoben oder auf eine andere Person übertragen werden soll. Ohne derartige Erklärung kann keine Einverleibung von Rechten oder Pflichten im Grundbuch erfolgen, weil die Rechtsordnung für unbewegliche Sachen besondere Sicherheiten vorsieht:
Aufgrund des Trennungsprinzips ist für grundbücherliche Durchführungen ein Vertrag zwischen den Beteiligten allein nicht ausreichend. Erst die Aufsandungserklärung ist die rechtliche Basis für die Eigentumsübertragung.

Die Herkunft des Wortes wird mit der Trocknung (also Bekräftigung) eines Schriftsatzes durch aufgestreuten Sand in Zusammenhang gebracht. Eine ähnlich bekräftigende, einen Schlusspunkt setzende Redensart hat sich bis heute im Wort “Schluss - Punkt - Streusand!” erhalten.


Aufsandung und Treuhandschaft beim Verkauf einer Immobilie

Die wichtigste Art der Aufsandungserklärung (bzw. der entsprechenden Erklärung zur “Auflassung” in Grundbüchern Deutschlands) betrifft den Verkauf einer Liegenschaft. Mit der
“ausdrücklichen Erklärung” macht der Verkäufer den juristischen Weg frei zur Übertragung des Eigentums an den Käufer; sie ist
neben dem beglaubigten Kaufvertrag eine unbedingte Voraussetzung zur Einverleibung im Grundbuch, welche das Eigentum an einer Immobilie erst voll wirksam macht.

Die Aufsandungserklärung kann bereits im Kaufvertrag enthalten sein, was zunehmend üblich wird. In besonderen rechtlichen Fällen kann sie aufgrund des Abstraktionsprinzips auch bei einem ungültig abgeschlossenem Kaufvertrag in Kraft treten (siehe Weblink).

Um daher volle Rechtssicherheit zu gewährleisten, wird die Aufsandungserklärung meist vom Notar selbst formuliert, obwohl sie auch vom Grundeigentümer verfasst und zur Beglaubigung vorgelegt werden kann.
Da sich jedoch wegen der finanziellen Transaktionen (Kaufpreis, allfällige Löschung einer Hypothek usw.) und anderer Bedingungen (Vormerkungen im Grundbuch, Änderung von Dienstbarkeiten) die Inanspruchnahme eines Treuhänders empfiehlt, ist es auch hinsichtlich der Gebühren günstiger, den Notar mit dem gesamten Komplex zu betrauen.

Weil das Eigentum an einer Liegenschaft nicht unmittelbar und sofort im Grundbuch durchführbar ist, gibt es die Möglichkeit einer Vormerkung (in der BRD Auflassungsvormerkung). Sie schützt den Käufer davor, dass in der Zwischenzeit jemand anderer Eigentümer des Grundstücks werden kann.


Siehe auch

  • Immobilie, Eigentumsvorbehalt, Grundbesitz
  • Aufsandung im Amtshelfer, help.gv.at
  • Vorgang bei Versteigerungen im Internet

Forward Rate Agreement

Ein Forward Rate Agreement (FRA) ist eine Vereinbarung zwischen zwei Vertragsparteien (Abschluss des FRA zum Zeitpunkt t=0) über einen Zinssatz für einen nominellen Kapitalbetrag für eine in der Zukunft liegende Laufzeit (t=x bis t=y) und über einen Referenzzinssatz (z.B. LIBOR oder EURIBOR) als Vergleichszinssatz.

Kauf FRA entspricht einer Kreditaufnahme auf Termin; Sicherung gegen steigende Zinsen.
Verkauf FRA entspricht einer Zinsanlage auf Termin; Sicherung gegen sinkende Zinsen.

Zum Zeitpunkt t=x erfolgt die Ausgleichszahlung durch Vergleich eines vereinbarten Referenzzinssatzes mit dem vereinbarten FRA-Zins.

Ist der Referenzzinssatz:
größer als der FRA-Zins, zahlt der Verkäufer an den Käufer,
kleiner als der FRA-Zins, zahlt der Käufer an den Verkäufer.

Hierbei erfolgt lediglich eine Zahlung der Zinsdifferenz.

Die Zeiträume t=0 bis t=x werden als Vorlaufzeit, t=x bis t=y als FRA-Laufzeit bezeichnet.

FRA werden OTC (over the counter) gehandelt, sind also keine standardisierten, sondern individuell vereinbarte Terminkontrakte.

Das Forward Rate Agreement ist nach dem Zinsswap das wichtigste Zins-Derivat. Es handelt sich um ein kurzfristiges Instrument, das liquide bis zu einem Jahr ist. Es handelt sich im Grunde um einen degenerierten Zinsswap mit lediglich einer Zahlung.

Forward Rate Agreements sind klassische Instrumente des Finanzmanagements. Ihr Einsatz hat seit 1986 stark zugenommen und gehört auf Unternehmensseite zu den Methoden, mit denen einem Zinsänderungsrisiko begegnet wird.

Der Unterschied zwischen einem FRA und einem Zinsswap besteht darin, dass die Zahlung bei einem FRA einmalig erfolgt; nicht wie bei einem Swap z. B. halbjährig.


Zielsetzung

Die Zielsetzung eines Forward Rate Agreement ist die Entkoppelung des Kreditgeschäftes (bzw. Anlagegeschäft) vom Absicherungsgeschäft. Bei einem Terminkreditgeschäft werden Kredit- und Absicherungsgeschäft gemeinsam betrachtet. Es wird der Terminkurs fixiert und zu einem späteren Zeitpunkt der Grundbetrag ausgetauscht. Das Kontrahentenrisiko ist daher beim FRA nur im Zeitraum von Anfangszeitpunkt bis zum ersten Periodenzeitpunkt relevant und nicht bis zum späteren Zeitpunkt.


Ausgleichszahlung

Aus Sicht des Kreditnehmers respektive des Kreditgebers (je nach Vorzeichen) ergibt sich folgende Zahlung

<math>\frac{(E-r)A(T_2-T_1)}{1+E(T_2-T_1)}</math>

Endlichkeitsbedingungen der algebraischen Geometrie

Viele Aussagen des mathematischen Teilgebiets der kommutativen Algebra und algebraischen Geometrie sind abhängig von gewissen Endlichkeitsbedingungen.

Ist eine Definition nur für Algebren formuliert, so ist die entsprechende Aussage für geometrische Objekte durch lokale Karten definiert.

Es sei <math>A</math> ein Ring.

Begriff Erklärung
endlich eine <math>A</math>-Algebra <math>B</math> heißt endlich, wenn <math>B</math> als <math>A</math>-Modul endlich erzeugt ist, d.h. wenn es eine Surjektion <math>A^n\to B</math> von <math>A</math>-Moduln gibt.
endlicher Typ (Algebra) eine <math>A</math>-Algebra <math>B</math> ist endlichen Typs, wenn sie als <math>A</math>-Algebra endlich erzeugt ist, d.h. wenn es eine Surjektion <math>A[X_1,\ldots,X_n]\to B</math> von <math>A</math>-Algebren gibt.
endlicher Typ (Modul) ein <math>A</math>-Modul <math>M</math> ist endlichen Typs, wenn er endlich erzeugt ist, d.h. wenn es eine Surjektion <math>A^n\to M</math> von <math>A</math>-Moduln gibt.
endlicher Typ (Schema) ein Schemamorphismus <math>X\to Y</math> ist endlichen Typs, wenn das Urbild einer offenen affinen Teilmenge <math>U</math> von <math>Y</math> eine endliche Vereinigung affiner Teilmengen <math>V_i</math> ist, so dass <math>\Gamma(V_i,\mathcal O_X)</math> für jedes <math>i</math> eine <math>\Gamma(U,\mathcal O_Y)</math>-Algebra endlichen Typs ist.
endlich präsentiert (Modul) ein <math>A</math>-Modul <math>M</math> ist endlich präsentiert, wenn er Kokern eines Homomorphismus zwischen freien Moduln endlichen Typs ist.
lokal endlicher Typ ein Schemamorphismus <math>f\colon X\to Y</math> ist lokal endlichen Typs, wenn es zu jedem Punkt <math>x\in X</math> eine Umgebung <math>U</math> sowie eine Umgebung <math>V\supseteq f(U)</math> gibt, so dass <math>f</math> als Morphismus <math>U\to V</math> endlichen Typs ist.
quasiendlich Ein Schemamorphismus <math>X\to Y</math> ist quasiendlich, wenn er endlichen Typs ist und alle Fasern diskret sind; äquivalent dazu: wenn er endlichen Typs ist und die Fasern endlich (als Morphismen) sind.EGA II, 6.2.2, 6.2.3
Ein Schemamorphismus <math>X\to Y</math> ist quasiendlich in einem Punkt <math>x\in X</math>, wenn es affine offene Umgebungen <math>U</math> bzw. <math>V</math> von <math>x</math> bzw. <math>f(x)</math> mit <math>f(U)\subseteq V</math> gibt, so dass <math>U\to V</math> quasiendlich ist.EGA ErrIII, 20
lokal quasiendlich Ein Schemamorphismus <math>X\to Y</math> ist lokal quasiendlich, wenn er quasiendlich in jedem Punkt ist.EGA ErrIII, 20
quasikompakt ein Schemamorphismus <math>X\to Y</math> ist quasikompakt, wenn das Urbild jeder offenen quasikompakten Teilmenge von <math>Y</math> wieder quasikompakt ist.


Implikationen

  • Jeder endliche Morphismus ist endlichen Typs.
  • Die Morphismen endlichen Typs sind genau die Morphismen, die quasikompakt und lokal endlichen Typs sind.


Literatur

  • A. Grothendieck, J. Dieudonné: Éléments de géométrie algébrique. Publications mathématiques de l’IHÉS 4, 8, 11, 17, 20, 24, 28, 32 (1960–1967)


Quellen

Meraner Lyrikpreis

Der Lyrikpreis Meran ist ein Literaturpreis, der in der Stadt Meran von der Südtiroler Landesregierung verliehen wird.
Neben dieser mit 8.000 Euro dotierten Auszeichnung wird auch der Alfred Gruber Preis (3.100 Euro) und ein Förderungspreis (2.100 Euro) vergeben.


Preisträger des Meraner Lyrikpreises

  • 2006 Ulrike Almut Sandig
  • 2004 Michael Donhauser
  • 2002 Oswald Egger und Sylvia Geist
  • 2000 Lutz Seiler
  • 1998 Jürgen Nendza
  • 1996 Sepp Mall
  • 1994 Kathrin Schmidt
  • 1993 Kurt Drawert

Woblast Brest

Die Woblast Brest (weißrussisch , russisch ) ist ein Verwaltungsbezirk im Südwesten von Weißrussland (Belarus). Er umfasst eine Fläche von rund 32.700 km² und hat 1.462.900 Einwohnern (2004). Das Gebiet ist nach seiner Hauptstadt Brest benannt.


Daten

Der Woblast Brest hat eine Landesfläche von 15,7 % und 14,7 % der Bevölkerung des Landes leben hier. Es gliedert sich in 16 Kreise, 225 Dorfsowjets, 20 Städte (davon 5 Städte der Gebietsunterordnung), 9 städtische Siedlungen. Zentrum des Gebiets stellt die Stadt Brest mit ca. 300.000 Einwohnern dar. Die Woblast Brest ist in 17 Distrikte - 16 Kreise und die Stadt Brest - unterteilt (sortiert nach Einwohnerzahl):

  • Bezirk Brest (300.000)
  • Baranawitschy (168.000)
  • Pinsk (131.000)
  • Kobryn (50.000)
  • Bjarosa (30.000)
  • Iwazewitschy (24.000)
  • Luninez (24.000)
  • Pruschany (20.000)
  • Iwanawa (16.000)
  • Drahitschyn (15.000)
  • Hanzawitschy (15.000)
  • Schabinka (13.000)
  • Malaryta (11.000)
  • Ljachawitschy (11.000)
  • David-Gorodok (10.000)
  • Stolin (12.000)
  • Kamenez (9.000)


Städte (Einwohner 1. Januar 2004; ggf. abweichende russische Bezeichnung kursiv)

  • Brest - 298.300
  • Baranawitschy Baranowitschi - 168.600
  • Pinsk - 130.500
  • Kobryn Kobrin - 50.800
  • Bjarosa Berjosa - 29.700
  • Iwazewitschy Iwazewitschi - 24.100
  • Luninez - 23.900
  • Pruschany - 19.800
  • Iwanawa Iwanowo - 16.300
  • Drahitschyn Drogitschin - 15.000
  • Hanzawitschy Ganzewitschi’ - 14.800
  • Mikaschewitschy Mikaschewitschi - 13.700 (städtische Siedlung)
  • Belaasjorsk Beloosjorsk - 13.200
  • Schabinka - 12.800
  • Stolin - 12.500
  • Ljachawitschy Ljachowitschi - 11.600
  • Malaryta Malorita - 11.500
  • Kamenez - 8.700
  • Dawyd-Haradak Dawid-Gorodok - 7.100
  • Wyssokaje Wyssokoje - 5.300
  • Kossawa Kossowo - 2.400

Rückruf

Rückruf

bezeichnet

  • einen Anruf bei einem Teilnehmer, der diesen Anruf zuvor angefordert hat (beispielsweise als Servicemaßnahme),
  • das Verfahren zur Gesprächsvermittlung bzw. Verbindungsvermittlung in der Telekommunikation mittels Rückruf (siehe Callback (Telekommunikation) und Rückruf bei Besetzt),
  • den Rückruf eines Angerufenen an einen Anrufer als eine Maßnahme der Authentisierung,
  • einen Produktrückruf fehlerhafter Ware (siehe Rückrufaktion),
  • eine Rückruffunktion in der Informatik.

Yamaha TW

Die Yamaha TW ist ein Leichtkraftrad des japanischen Motorradbauers Yamaha. In Deutschland befindet sich die Yamaha TW in der 125 cm³-Klasse.
In dieser Klasse hat die Yamaha TW 125 einen 125ccm Motor mit 9 kW. Die Yamaha TW ist ausgerüstet mit einem 130er Vorderreifen und einen 180er Hinterreifen.

Das Leergewicht der Yamaha TW 125 beträgt 125 kg, zusätzlich kommen noch sieben Liter Tankinhalt, davon ein Liter Reserve, hinzu. Die Yamaha TW kommt mit herkömmlichen Normalbenzin (91 Oktan) aus.

Des Weiteren existiert noch eine Yamaha 200 auf den amerikanischen, japanischen, spanischen und französischen Markt. Eine 225er gibt es dagegen nur in Japan, den USA und Spanien.

Auguste Cornelius

Auguste Cornelius (* 1841 in Darmstadt, † 1. Dezember 1890 in Charlottenburg) war eine deutsche Schriftstellerin.


Leben

Auguste Cornelius ist die Tochter des Schauspielerehepaars Karl Cornelius und Friederike Cornelius. Ihr Bruder ist der nachmalige Komponist Peter Cornelius.

Sie verbringt ihre Kindheit in Darmstadt, ihre Schulzeit in Wiesbaden und Mainz. Seit ihrer Kindheit war es ihr Wunsch, Sängerin zu werden. Da sie auch Talent dazu beweist, wird sie besonders von Giacomo Meyerbeer gefördert. Dieser hatte ihr bereits ein Stipendium des preußischen Königs vermittelt, als sie schwer erkrankte. Durch ein lang anhaltendes Fieber verliert sie die Kraft zu singen und muss den von ihr angestrebten Beruf der Sängerin aufgeben.

Um sich dennoch künstlerisch zu äußern, verlegt sich Cornelius aufs Schreiben und debutiert 1866. Vieles veröffentlichte Cornelius unter dem Pseudonym Paul Dido. Bekannt wird sie außerdem durch ihre Übersetzungen von Molières Werk ins Deutsche.

Ab 1878 lebt Auguste Cornelius in Charlottenburg und stirbt dort auch am 1. Dezember 1890.


Werke

  • Die blinde Frau (1866)
  • Die erkannten Götter (1867)
  • König und Dichter (1868)
  • Platen in Venedig (1869)