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Hinterlegung

Zu einer Hinterlegung ist nach dem deutschen Schuldrecht ein Schuldner berechtigt, wenn sein Gläubiger in Annahmeverzug ist oder er aus einem anderen in der Person des Gläubigers liegenden Grund seine Verbindlichkeit nicht oder nicht mit Sicherheit erfüllen kann ( BGB). Hauptfälle sind:

  • Unklarheit über die Person des Gläubigers (z.B. strittige Abtretung)
  • Annahmeverzug des Gläubigers

Die Hinterlegung ermöglicht dem Schuldner auch in diesen Fällen eine rechtzeitige Erfüllung ohne sich Risiken auszusetzen.

Hinterlegt werden können nur Geld, Wertpapiere und sonstige Urkunden sowie Kostbarkeiten. Grundsätzlich muss die Hinterlegung bei der Hinterlegungsstelle des Leistungsorts erfolgen. Hinterlegungsstellen sind die Amtsgerichte.

Der Schuldner hat das Recht zur Rücknahme der hinterlegten Sache, wenn er auf dieses Recht nicht gegenüber der Hinterlegungsstelle verzichtet hat. Die Rücknahme ist auch ausgeschlossen, wenn der Hinterlegungsstelle eine Annahmeerklärung des Gläubigers oder ein die Hinterlegung für rechtmäßig erklärendes rechtskräftiges Urteil vorliegen.

Ist das Rücknahmerecht des Schuldners ausgeschlossen, hat die Hinterlegung dieselbe Wirkung wie eine Leistung an den Gläubiger. Bei nicht ausgeschlossenem Rücknahmerecht kann der Schuldner den Gläubiger auf die hinterlegte Sache verweisen.

Das Hinterlegungsverfahren ist in der Hinterlegungsordnung geregelt.

Hydraulikhammer

Der Hydraulikhammer ein Bagger-Anbaugerät, welches, ähnlich einem Drucklufthammer, zur Zerstörung von Bauteilen wie z. B. Stein und Beton eingesetzt wird.

Der Hydraulikhammer wird an ein geeignetes Trägergerät (z. B. Bagger) angebaut. Das Trägergerät versorgt den Hammer mit hydraulischen Druck in Form von Ölfluß, dieser wandelt im Schlagkolben diesen Druck in eine Schlagenergie um. Die so erzeugte Energie wird auf das Einsteckwerkzeug, den Meißel, übertragen und gelangt dann auf das zu zerstörende Material, z. B. ein Stein, Fels oder eine Betondecke. Um verschiedene Materialien zu bearbeiten werden Spitz-, Flach-, oder Stumpfmeißel verwendet.

Zum Betrieb eines Hydraulikhammers ist zum einen die richtige Einstellung des hydraulischen Drucks (in bar) und zum zweiten die richtige Einstellung der Ölmenge (in l/min) an der hydraulischen Pumpe am Trägergerät notwendig. Ein Montabert BRH 501 der 1980er Jahre benötigte in etwa 80 bar Druck und 110-140 Liter Öl in der Minute. Ein vergleichbarer Hydraulikhammer heutzutage, etwa der LST/Indeco HP 1800, benötigt 85-130 l/min, allerdings bei 140 bar. Geräte dieser Größenklasse werden an Trägergeräte von 12-22 t montiert.


Entwicklung

Der erste Hydraulikhammer HM 400 wurde 1967 von Krupp (heute Atlas-Copco) in Essen entwickelt und war wohl das erste maschinengeführte Abbruchwerkzeug. Er beruhte auf einem 1963 erteilten Patent über ein hydraulisches Schlagwerk, d. h. über ein System um per hydraulischem Druck Schlagenergie zu erzeugen. Dieses erste System war allerdings noch verbesserungswürdig. Vollständig akzeptiert wurde das Konzept Hydraulikhammer daher erst, als 1969 der Montabert (heute Ingersoll-Rand) BRH auf den Markt gebracht wurde. Der BRH 501 ist bis heute einer der am meisten eingesetzten Hydraulikhämmer.

Weitere Meilensteine bei der Entwicklung der Hydraulikhämmer waren:

  • 1986 die Erfindung des intelligenten Schlagsystems durch Indeco. Zuvor schlugen Hydraulikhämmer mit konstanter Frequenz/Kraft. Durch die Integration einer speziellen Steuerung zur Erkennung der Gesteinshärte stelle der Hammer das Kraft/Frequenz Verhältnis von nun an automatisch ein.
  • 1989 die Erfindung des schallgedämpften Gehäuses durch Henze Baumaschinen konnte die Schallbelastung bei Arbeiten mit dem Hydraulikhammer um 10-20 dbA gesenkt werden.


Nutzung

Dieses Gerät wird insbesondere beim Abriss von Gebäuden und in Steinbrüchen zum Einsatz gebracht.


Siehe auch

  • Abbruchzange
  • Bagger

Monochromat

Monochromat bezeichnet ein Lebewesen, das nur eine Art von Farbrezeptoren (Zapfen) in der Netzhaut hat. Robben und die meisten Wale haben nur einen Zapfentyp, der im grünen Bereich des Spektrums optimal absorbiert.

Bei Menschen ist Monochromasie eine Erbkrankheit, die Farbenblindheit zur Folge hat.

Minimum

Der Ausdruck Minimum (v. lat.: minimus das Kleinste; adj.: minimal) bezeichnet:

  • einen zumindest lokal kleinsten Wert einer Funktion, siehe Extremwert
  • den kleinsten Wert aus einer geordneten Menge, siehe größtes und kleinstes Element
  • eine Maßeinheit des Raumes, siehe Minimum (Einheit)
  • den Titel eines Buches von Frank Schirrmacher, siehe Minimum (Buch)

Siehe auch:

  • Maximum
  • Tiefpunkt (Mathematik)
  • Tiefststand (Begriffsklärung)

Sicherungshypothek

Die Sicherungshypothek ist eine Unterform der Hypothek. Die Sicherungshypothek sichert eine Geldforderung durch Grundbucheintrag. Im Gegensatz zur Hypothek kann sich der Gläubiger jedoch nicht auf den Grundbucheintrag berufen. Er muss vielmehr auch beweisen, dass die gesicherte Forderung tatsächlich besteht (besonders strenge Akzessorietät) .

Inhaltsverzeichnis


sachenrechtlicher Unterschied zur Hypothek

Im Unterschied zur Hypothek entsteht beim Erlöschen der gesicherten Forderung keine Eigentümergrundschuld. Die Sicherungshypothek erlischt kraft Gesetzes, wenn die gesicherte Forderung erloschen ist (in der Regel durch Rückzahlung). Der aktuelle Bestand der Sicherungshypothek ist also aus dem Grundbuch nicht ersichtlich. Die Sicherungshypothek ist nicht verkehrsfähig und gilt daher für Kreditinstitute als kein geeignetes Kreditsicherungsmittel.


praktische Bedeutung

Praktische Bedeutung hat die rechtsgeschäftlich bestellte Sicherungshypothek bei der Sicherung von öffentlich-rechtlichen Forderungen gegen einen Grundstückseigentümer. Den öffentlich-rechtlichen Gläubigern reicht dieses Sicherungsmittel aus, da sie die gesicherte Forderung durch bestandskräftige Bescheide beweisen können.


als Zwangsvollstreckungsmaßnahme

Besondere Bedeutung hat die Sicherungshypothek als Mittel der Zwangsvollstreckung (Zwangssicherungshypohek). Im Wege der Zwangsvollstreckung kann der Gläubiger eine Sicherungshypothek auch gegen den Willen des Eigentümers ins Grundbuch eintragen lassen. Voraussetzung ist immer ein Vollstreckungstitel, der den Bestand der Forderung beweist.


siehe auch

  • Bauhandwerker-Sicherungshypothek
  • Zwangsvollstreckung
  • Kreditsicherung


Weblinks

BGB

Figuration

Figuration ist

  • in der Alltagssprache die Bezeichnung für eine Kombination von Zeichen oder Figuren, wird dann oft auch als Konfiguration bezeichnet;
  • in der Soziologie ein von Norbert Elias geprägter Begriff, siehe Figuration (Soziologie);
  • ein Begriff in der Musik, siehe Figuration (Musik);
  • ein im Jahr 1938 von Erich Auerbach in die Literaturwissenschaft eingeführter Begriff, siehe Figuration (Literaturwissenschaft);
  • ein Begriff der Kunstwissenschaft, siehe Neue Figuration.

Schwellwertschalter

Ein Schwellwertschalter ist ein elektrisches oder elektronisches Bauelement, das die Funktion eines Sensors und eines Aktors (hier Schalter) in sich vereinigt. Der Schaltvorgang wird ausgelöst, wenn die vom Sensor gemessene physikalische Größe einen voreingestellten Grenzwert (den Schwellwert) über- oder unterschreitet.

Meist ist eine Hysterese eingebaut, um schnelle Wiederholungen von Ein- und Ausschaltvorgang zu vermeiden, wenn die gemessene Größe geringe Schwankungen um den Schwellwert macht.

Hoffmann-von-Fallersleben-Preis

Der Hoffmann-von-Fallersleben-Preis für zeitkritische Literatur ist ein internationaler Literaturpreis, den die Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft in Wolfsburg-Fallersleben alle zwei Jahre verleiht. Sie tut dies zum Andenken an den politischen Dichter des Vormärz Hoffmann von Fallersleben. Ausgezeichnet werden Autoren, „deren literarisches, historisches oder publizistisches Werk in seinem Sinne eigenständiges Denken beweist und andere dazu ermutigt“ (lt. Selbstdarstellung). Die Preissumme in Höhe von 15.000 Euro wird gestiftet von der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.


Preisträger

  • 2006 Walter Kempowski
  • 2004 Hans Joachim Schädlich
  • 2002 Timothy Garton Ash
  • 2000 Peter Rühmkorf


Weblinks

Seite der Hoffmann-von-Fallersleben-Gesellschaft

Niederländische Euromünzen

Die niederländischen Euromünzen sind die in den Niederlanden in Umlauf gebrachten Euromünzen der gemeinsamen europäischen Währung Euro.

Die niederländischen Euromünzen haben zwei Designs von Bruno Ninaber van Eyben, die beide das Porträt von Königin Beatrix der Niederlande zeigen. Alle Münzen zeigen die 12 Sterne der EU, das Prägejahr und die Inschrift “BEATRIX KONINGIN DER NEDERLANDEN”.

Abbildungen der niederländischen Euromünzen | Nationale Seite
0,01 € 0,02 € 0,05 €
Königin Beatrix
0,10 € 0,20 € 0,50 €
Königin Beatrix
1,00 € 2,00 € Rand der 2-€-Münze
»GOD ZIJ MET ONS« </br>

(Gott sei mit uns)

Königin Beatrix


Weblinks

  • Europäische Zentralbank
  • De Nederlandsche Bank
  • Die Niederländische Prägestätte

Handelsbuchinstitut

Als Handelsbuchinstitut definiert das deutsche Kreditwesengesetz diejenigen Kreditinstitute, deren Handelsbuch bestimmte Grenzen überschreitet:

  1. der Anteil des Handelsbuchs des Instituts überschreitet in der Regel 5 vom Hundert der Gesamtsumme der bilanz- und außerbilanzmäßigen Geschäfte oder
  2. die Gesamtsumme der einzelnen Positionen des Handelsbuchs überschreiten in der Regel den Gegenwert von 15 Millionen Euro oder
  3. der Anteil des Handelsbuchs überschreitet (mindestens einmalig) 6 vom Hundert der Gesamtsumme der bilanz- und außerbilanzmäßigen Geschäfte oder
  4. die Gesamtsumme der Positionen des Handelsbuchs überschreiten (mindestens einmalig) den Gegenwert von 20 Millionen Euro.

Das Handelsbuch umfasst dabei Geschäfte, die abgeschlossen werden, um aus kurzfristigen Schwankungen der Marktpreise Erträge zu erzielen. Der Begriff kurzfristig muss dabei von der Bank festgelegt werden, z.B. auf eine Haltedauer von 14 Tagen oder einem Monat.

Das Nichthandelsbuchinstitut hingegen darf die o.g. Bagatellgrenzen im Handelsbuch nicht überschreiten. Sollte die Bagatellgrenze überschritten werden, wird das Institut automatisch zum Handelsbuchinstitut. Eine Rückkehr zum Status eines Nichthandelsbuchinstitutes ist nur möglich, wenn das jetzt Handelsbuchinstitut über einen längeren Zeitraum unterhalb der o.a. Bagatellgrenzen bleibt und die Änderung von Handelsbuchinstitut zum Nichthandelsbuchinstitut bei der Bundesanstalt beantragt und dieser entsprochen wird.
Der Begriff längerer Zeitraum muss von der Bundesaufsicht festgelegt werden.

Beide Institutsformen können sowohl Handelsbuch- als auch Anlagebuch-Geschäfte betreiben.
Unterschiede gibt es nur innerhalb der Bewertung und der Meldepflichten gegenüber der Bankenaufsicht.


Kreditnehmerbezogene Gesamtposition

Die kreditnehmerbezogene Gesamtposition (KnbGp) bei Handelsbuchinstituten ist die Summe aus Krediten des Handelsbuches und den Krediten des Anlagebuches.


Weblinks

  • Aktuelle Fassung des KWG

Anti-Regel

Der Begriff Anti-Regel ist ein zentraler Begriff der Wissenschaftstheorie von Paul Feyerabend.

Er bezeichnet eine Regel, die der Induktion widerspricht. Das heißt der Wissenschaftler soll sich nicht scheuen, methodische Regeln aufzustellen, die zu Hypothesen führen, die anerkannten Theorien und beobachtbaren Tatsachen widersprechen.

Regenrückhaltegraben

Ein Regenrückhaltegraben (RRG) ist eine offene, langgestreckte Regenrückhalteanlage in Erdbauweise. Diese Form eines Speicherbauwerks eignet sich für die gedrosselte Ableitung von Regenwasser aus Trennsystemen. Die Speicherfunktion von Regenrückhaltegräben wird durch Rohrdurchlässe mit einer Mindestnennweite von 200 mm erreicht, die die Drosselfunktion übernehmen.


Vor- und Nachteile

Vorteile gegenüber Regenrückhaltebecken sind:

  • Regenrückhaltegräben lassen sich unter Umständen besser in ein Baugebiet oder in die Landschaft integrieren.
  • Schmale Restflächen oder frühere Entwässerungsgräben können genutzt werden.

Nachteile gegenüber Regenrückhaltebecken sind:

  • Der Fächenbedarf ist höher.
  • Der Unterhaltungsaufwand ist größer.
  • Regenrückhaltegräben müssen flacher gebaut werden, um nicht so viel Platz für Böschungen zu verbrauchen. Daher ist die Überflutungsgefahr größer.


Technische Regeln

  • ATV-Arbeitsblatt A 166: “Bauwerke der zentralen Regenwasserbehandlung und -rückhaltung”, November 1999

Gant (Recht)

Die Gant (auch Vergantung, älter Gandt) ist ein veralteter Begriff aus dem Zwangsvollstreckungs- bzw. Insolvenzrecht aus dem süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Raum. Behördlicherseits wird der Begriff nicht mehr verwendet. Lediglich in der in diesen Regionen gebräuchlichen Redensart auf die Gant kommen ist er noch lebendig und bedeutet dann so viel wie abgewirtschaftet haben oder auch Pleite gehen. Seltener wird auch das Verb verganten (bzw. verquanten; = verramschen, verkaufen oder Pleite gehen) verwendet.

Gant hat die Bedeutungen Konkurs, (öffentliche) Versteigerung oder Zwangsversteigerung. Die genaue Herkunft ist ungesichert, doch stammt es wahrscheinlich vom lateinischen in quantum , das ist “wieviel? wie teuer?” (ital. incanto, franz.: encan) ab.

Gant bezeichnet demnach den öffentlichen gerichtlichen Zwangsverkauf, namentlich der öffentliche Verkauf der Güter eines Überschuldeten. Dieses Verfahren wurde auch als Gantprozess (im heutigen Sinne ein Konkursverfahren) bezeichnet. Mit Gantmann oder auch Gantschuldner meint man den in Konkurs Verfallenen. Als Ganthaus wurde das Versteigerungshaus bezeichnet (Gantlokal ist mancherorts noch üblich), der Gantmeister war der Auktionator. Die Vergantungen wurden in aller Regel vom Vergantungsamt (in der Schweiz vom Betreibungsamt bzw. dem Konkursamt) durchgeführt.


Weblinks

  • info-aschaffenburg.de – Zeitmaschine
  • Deutsches Rechtswörterbuch
  • Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs vom 11. April 1889 (SchKG; SR 281.1)

Pervaporation

Die Pervaporation ist ein technisches Membranverfahren zur Reinigung von Flüssigkeitsgemischen. Für jede Anwendung muss eine Membran gewählt werden, in dem sich die verunreinigende Gemischkomponente sehr viel besser löst als der Wertstoff bzw. die im Überschuss vorliegende Komponente. Nach der Durchdringung der Membran verdampft die Verunreinigung auf deren Rückseite. Der Dampf (Permeat) wird anschließend abgezogen und an anderer Stelle kondensiert. Auf der Innenseite der Membran bleibt die aufkonzentrierte Lösung (Retentat) zurück. Da der Transportprozess durch die Membranschicht ein langsamer Vorgang ist, steigt der Bedarf an Membranfläche mit der Konzentration der Verunreinigung. Die Pervaporation stellt nur dann eine wirtschaftliche Alternative zu anderen Trennverfahren dar, wenn die Unterschiede in der Löslichkeit um Größenordnungen differieren und die Retentat-Komponente bezogen auf die Ausgangslösung im Überschuss vorliegt.

Inhaltsverzeichnis


Funktionsprinzip der Pervaporation

Die im Membranmaterial ablaufenden physikalischen Vorgänge können mit dem Lösungs-Diffusions-Modell beschrieben werden. Nach der Modellvorstellung dringt eine Komponente des zu trennenden Gemischs bevorzugt in die Membran ein und wird an deren innerer Oberfläche adsorbiert bzw. im gesamten Membranmaterial gelöst. Zur Außenseite der Membran hin wird die Konzentration der gut löslichen Komponente geringer, da sie an der Membranoberfläche verdampft und somit kontinuierlich abgezogen wird. Über dem Membranquerschnitt stellt sich so ein Konzentrationsgefälle ein, welches als treibende Kraft für die Diffusion des Permeats durch die Membran gilt.
Die unterschiedliche Löslichkeit beruht bei Kunststoffmembranen auf chemischer Wechselwirkung zwischen Membranmaterial und Flüssigkeitsmolekül. Bei keramischen Membranen auf Zeolithbasis kommt hinzu, dass nur die kleineren Flüssigkeitsmoleküle die schmalen Kanäle in der Membran passieren können (siehe auch Zeolithe und Molekularsieb).


Technische Varianten

Im Gegensatz zu den druckgetriebenen Membrantrennverfahren ist der Druckunterschied zwischen den beiden Seiten der Membran bei der Pervaporation relativ gering. Er liegt meist im Bereich von einem Bar, wobei auf der Seite des Retentats nahezu atmosphärischer Druck ansteht und der Raum des Permeats
bei Unterdruck oder Vakuum betrieben wird. Durch den Unterdruck wird der Partialdruck des Permeats auf der Gasseite abgesenkt und die Rückdiffusion in die Membran minimiert. Alternativ kann der Permeatpartialdruck auch durch Spülen mit einem Inertgas (üblicherweise Stickstoff) abgesenkt werden.

Wegen der durch die Verdampfung hervorgerufenen Abkühlung (Verdunstungskälte) muss durch Zufuhr von Wärme ausgeglichen werden. Dies geschieht entweder durch Vorwärmung des Zulaufs oder Beheizung zwischen einzelnen Membranmodulen. Bei Einsatz eines Spülgases kann auch dieses zur Beheizung genutzt werden.


Membranwerkstoffe

Verglichen mit anderen Membranverfahren sind die für die Pervaporation verwendeten Membranen besonders dicht. Die Kunststoffmembranen bestehen aus einem schichtweise aufgebauten Verbundmaterial, in das ein Kunstfasergewebe für die erforderliche Stabilität eingebettet ist. Keramikmembranen haben einen keramischen Stützkörper, auf dem die Zeolithschicht aufgebracht ist.

Technisch ausgereift sind Membranmaterialien zur Trennung von Wasser und organischen Flüssigkeiten, z.B. zur:

  • Abtrennung von Wasser aus organischen Flüssigkeiten werden hydrophile Polymere wie Polyvinylalkohole, Polyimide und Zelluloseacetat oder Natrium-Zeolith A-Membranen verwendet.
  • Reinigung von mit organischen Flüssigkeiten verunreinigten Wassers mit Hilfe hydrophober bzw. organophiler Membranwerkstoffe, insbesondere Polydimethylsiloxan oder Polyoctylmethylsiloxan.

Die selektive Abtrennung einzelner organischer Verbindungen aus organischen Gemischen ist Gegenstand der Forschung und setzt die Entwicklung speziell auf das Trennproblem zugeschnittener Membranwerkstoffe voraus.


Technische Anwendungen

Technisch bedeutsame Trennaufgaben der Pervaporation sind:

  • Entfernung von Wasser aus organischen Lösungsmitteln, die mit Wasser ein Azeotrop bilden, z.B. Ethanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Ethyl- und Butylacetat, Propanon, Tetrahydrofuran, 2-Butanon.
  • Steigerung des Umsatzes bei Polykondensationsreaktionen, indem durch Abtrennung des freiwerdenden Wassers das chemische Gleichgewicht zur Produktseite hin verschoben wird.
  • Entfernung von Methanol und Ethanol aus Gemischen mit Estern


Abgrenzung zu anderen Membrantrennverfahren

Die Pervaporation unterscheidet sich von der Umkehrosmose und der Vaporpermeation durch den Aggregatzustand auf den beiden Seiten der Membran:

Tabelle 1: Abgrenzung zu anderen Membrantrennverfahren
  Aggregatzustand
Membranverfahren Permeat Retentat
Pervaporation gasförmig flüssig
Umkehrosmose flüssig flüssig
Vaporpermeation gasförmig gasförmig


Weiterführende Literatur

  • www.membrane-guide.com - pervaporation membrane suppliers directory
  • http://www.inocermic.de/de/prod_zeolite_d.html
  • Kirk-Othmer: Encyclopedia of Chemical Technology, John Wiley & Sons, 2003
  • Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry, Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA, Onlineausgabe

Nadschmuddin Daya Razi

Nadschmuddin Daya Razi († 1256) war ein islamischer Mystiker (siehe Sufismus) und ein Mitglied der Tariqa Kubrawiyya (Kubrawiyya-Derwisch-Orden).

Er war ein Schüler des Ordensgründers Nadschmuddin Kubra, der 1220 bei dem Einfall der Mongolen in Khwarizm getötet wurde. Nadschmuddin Daya Razi wanderte kurz vor dieser Begebenheit nach Anatolien aus, wo er in der Stadt Sivas sein Werk Mirsad ul-’ibad schrieb. Dieses widmete er ‘Ala’uddin Kaykobad, dem Herrscher von Konya, der zur gleichen Zeit dem bekannten persischen Sufi Dschalal ad-Din Rumi und dessen Familie Zuflucht vor den Mongolen gewährte.

Earl Boykins

Earl Antoine Boykins (* 2. Juni 1976 in Cleveland, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler. Er spielt in der NBA und ist momentan bei den Milwaukee Bucks aktiv. Mit 165cm ist er zurzeit der kleinste NBA-Spieler.


NBA

Boykins wurde ohne Draft im Jahr 1999 von den New Jersey Nets unter Vertrag genommen. Dort kam er allerdings kaum zum Einsatz und wechselte kurze Zeit später zu den Cleveland Cavaliers. Heute spielt er für die Milwaukee Bucks. Vorher war er für die New Jersey Nets, Cleveland Cavaliers, Orlando Magic, Los Angeles Clippers, Golden State Warriors und die Denver Nuggets aktiv. Außerdem kann Earl Boykins aufgrund seiner Körpergröße nicht dunken.


Persönliche Bestleistungen

  • 36 Punkte (dies gelang ihm zweimal)
  • 13 verwandelte Würfe aus dem Feld (dies gelang ihm zweimal)
  • 23 versuchte Würfe auf dem Feld am 22. Dezember 2006 gegen die Sacramento Kings
  • 6 verwandelte 3-Punktewürfe am 10. Februar 2007 gegen die Denver Nuggets
  • 9 versuchte 3-Punktwürfe (dies gelang ihm zweimal)
  • 15 verwandelte Freiwürfe am 25. Februar 2005 gegen die Memphis Grizzlies
  • 16 versuchte Freiwürfe am 25. Februar 2005 gegen die Memphis Grizzlies
  • 3 Offensiv Rebounds (dies gelang ihm dreimal)
  • 5 Devensiv Rebounds (dies gelang ihm dreimal)
  • 7 Rebounds am 18. Dezember 2006 gegen die Washington Wizards
  • 13 Assists am 28. Dezember 2003 gegen die Golden State Warriors
  • 7 Steals am 29. November 2002 gegen die Denver Nuggets
  • 2 Blocks am 4. November 2004 gegen die Minnesota Timberwolves
  • 48 gespielte Minuten am 18. April 2007 gegen die Cleveland Cavaliers

Spread (Wirtschaft)

Als Spread bezeichnet man in der Wirtschaft allgemein die Differenz zwischen zwei einheitsgleichen zu vergleichenden Größen. Als Indikator findet der Spread insbesondere Anwendung im Wertpapierhandel und in der Volkswirtschaftslehre.


Kursbezogene Spreads

Als Spread oder Geld-Brief-Spanne bezeichnet man beim Wertpapierhandel die Spanne zwischen Geld- und Briefkurs. Der Kauf eines Wertpapiers erfolgt zum höheren Briefkurs (Angebot im Markt) und der Verkauf zum niedrigeren Geldkurs (Nachfrage des Marktes). Eine hohe Geld-Brief-Spanne ist ein Indikator für fehlende Liquidität auf einem Wertpapiermarkt.


Zinsbezogene Spreads

Beim Vergleich zweier Zinssätze spricht man vom Zinsspread. Dabei kann nach Laufzeit oder Kreditqualität unterschieden werden. Die Differenz zwischen langfristigen und kurzfristigen Zinsen wird als Steigung der Zinsstruktur bezeichnet. Üblich ist ein Vergleich zwischen 10-jährigen und 3-monatigen Zinssätzen.

Der Vergleich von Renditen gleicher Laufzeit aber unterschiedlicher Kreditqualitäten wird als Credit Spread bezeichnet.

Dr. Tod

Als Dr. Tod werden bezeichnet:

  • Harold Shipman, ein britischer Arzt, der über 250 Patienten ermordete
  • Jack Kevorkian, ein amerikanischer Arzt, der sich für eine Legalisierung von aktiver Sterbehilfe einsetzt und ungefähr 100 Menschen Sterbehilfe geleistet hat
  • Aribert Heim, ein österreichischer Arzt, der während des Zweiten Weltkrieges im Konzentrationslager Mauthausen hunderte Gefangene durch Injektionen bzw. Folter umgebracht hat

Jochum

Jochum ist der Name von

  • Eugen Jochum (1902-1987), Dirigent
  • Georg Ludwig Jochum (1909-1970), Dirigent
  • Gerry Jochum (* 1960), deutscher Schauspieler, Regisseur, Autor und Musiker
  • Heike Jochum (* 1968), Direktorin des Instituts für Finanz- und Steuerrecht an der Universität Osnabrück
  • Otto Jochum (1898-1969), Chorleiter und Komponist
  • Trude Jochum-Beiser (* 1972), ehemalige österreichische Skirennläuferin

Mutterwitz

Der Mutterwitz ist eine stetig vorhandene Fähigkeit Sachverhalte schnell zu begreifen, zu beurteilen bzw. auf solche zu reagieren. Man verwendet heute eher den Begriff Gewitztheit, um diese Fähigkeit zu beschreiben.

In diesem zusammengesetzten Hauptwort weist Mutter auf angeborene Eigenschaften bzw. Fähigkeiten hin. Witz steht im alten Sinne (vergleiche: Wissen) für Klugheit bzw. Verstand und das Wort meint in diesem Sinne nur bedingt und in unwesentlichem Maße Humor.