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Schuldner

Ein Schuldner ist jemand, der eine Leistung wegen einer Schuld zu erbringen hat. Diese hat er bei einem Gläubiger zu leisten, der normalerweise versucht, bei nicht fristgerechter Leistung die Schuld einzutreiben.

Siehe auch:
Debitor, Mahnung, Gemeinschuldner, Gesamtschuldner, Schuldnerverzug, Schuldnerverzeichnis

Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen

Die Anordnung über Mitteilungen in Strafsachen (MiStra) ist eine deutsche Verwaltungsvorschrift. In ihr ist geregelt, in welchen Fällen und in welchem Ausmaß Strafgerichte und Staatsanwaltschaften Informationen aus laufenden und abgeschlossenen Strafverfahren an Dritte weitergeben dürfen. Die MiStra konkretisiert damit die gesetzlichen Mitteilungspflichten nach dem Einführungsgesetz zum Gerichtsverfassungsgesetz sowie der Strafprozessordnung.

Wird beispielsweise ein Beamter straffällig, so informiert die Staatsanwaltschaft den Dienstherrn des Beamten. Der Dienstherr entscheidet dann, ob er gegen den Beamten disziplinarisch vorgeht.

Die MiStra ist nur eine intern verbindliche Anweisung. Sie bindet im Gegensatz zu den gesetzlichen Mitteilungspflichten nicht nach außen. Die MiStra bindet die Justizverwaltung, jedoch nicht die Gerichte.

Im Zivilrecht besteht als Pendant die Anordnung über Mitteilungen in Zivilsachen.

Avis (Logistik)

Ein Avis (in Österreich: Aviso) ist im Warenverkehr die Ankündigung einer Lieferung (Lieferavis), im Zahlungsverkehr die Ankündigung einer Zahlung (Zahlungsavis).


Lieferavis

Ein Lieferavis ist ein angekündigter Lager- bzw. Warenzugang. Der Lieferavis wird vom Lieferanten an den Empfänger der Ware gesendet bevor die Ware geliefert wird.
Häufig werden Lieferavise in Supply Chains verwendet, in welchen es für den Empfänger der Ware von großer Wichtigkeit sein kann über den rechtzeitigen oder auch verspäteten Zugang der Ware informiert zu werden, um ggf. Vorkehrungen treffen zu können.

Solche Vorkehrungen können sein:

  • Umorganisation des Lagers, um bei Platzproblemen die Einlagerung vornehmen zu können
  • Einplanung von Ressourcen (Personal, Geräte etc.) für die Abfertigung und Verarbeitung der gelieferten Waren
  • Ausrichtung der Produktionsplanung

Eine Avisierung sollte stets die folgenden Informationen beinhalten:

  • Geschätzter Lagerzugangszeitpunkt
  • Enthaltene Artikel (Artikelnummer, Menge)
  • Evtl. Gewicht und/oder Volumen

Ein mittels EDI übertragenes Lieferavis stellt die Advanced Shipping Notice dar. Im speziellen gibt es im EDIFACT-Standard die Meldung DESADV (despatch advice message).


Zahlungsavis

Das Zahlungsavis wird benötigt, um dem Empfänger einer Zahlung die Liquiditätsplanung oder die Zuordnung der Zahlung zu erleichtern und der Empfängerbank anzuzeigen, dass noch eine Zahlung eingehen wird.

Die Anzeige an die Empfängerbank ist zum Beispiel vonnöten, wenn die Zahlung sehr spät erfolgen wird und zu befürchten ist, dass die Bank den elektronischen Schalter (ELS) schließen und den Tagesabschluss für das Empfängerkonto fahren könnte. Auch kann so eine Auszahlung von einem de facto überzogenen Konto möglich gemacht werden, da eine nachträgliche Deckung durch die avisierte Überweisung bereitgestellt wird.

Gefährtensicherung

Die Gefährtensicherung bezeichnet beim alpinen Klettern, Sportklettern und Bergsteigen die Sicherung eines oder mehrerer (Seil)-Partner. Der Gefährtensicherung wird eine zentrale Rolle zugeordnet, da der Sichernde die Verantwortung für seine Gefährten trägt.

Die Gefährtensicherung wird am Körper oder an einem Zentralpunkt befestigt.

Einnahmen/Ausgaben-Rechnung

Die Einnahmen/Ausgaben-Rechnung ist ein wesentlicher Teil der Bonitätsprüfung von Banken bei der Kreditprüfung. Hierbei werden die nachhaltig erzielbaren Einkünfte gegen die Ausgaben (Pfändungsfreigrenzen) gehalten und so ein „freies Einkommen“ („pfändbares Einkommen“) ermittelt. Die Rate ist nur dann vom Kreditnehmer tragbar, wenn sie niedriger ist als das freie Einkommen.

Contents


Verwendung

Die Einnahmen/Ausgaben-Rechnung findet insbesondere im Privatkundengeschäft bei Ratenkrediten und Baufinanzierungen Anwendung.

Auch im Bereich der Finanzierungen von Selbstständigen und Unternehmen werden Einnahmen/Ausgaben-Rechnungen durchgeführt. Da hier jedoch die (künftigen) Einkommen ungewiss sind, ist hier eine Prüfung Kreditwürdigkeitsprüfung wesentlicher.

Keine Anwendung findet die Einnahmen/Ausgaben-Rechnung bei Lombardkrediten und anderen Krediten, die ausschließlich auf den Wert der Kreditsicherheiten abgestellt sind.


Einnahmen/Ausgaben-Rechnung

Die Einnahmen/Ausgaben-Rechnung ist zunächst einmal einfach:

Summe der nachhaltig erzielbaren Einnahmen
./. Summe der Ausgaben
= Freies Einkommen
./. Kreditrate
= Freies Einkommen nach Abzug der Kreditrate

Dieses freie Einkommen muss niedriger sein als die vorgesehene Kreditrate. Je höher das freie Einkommen nach Abzug der Kreditrate ist, umso geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für den Kredit.

Schwierig ist jedoch, das nachhaltig erzielbare Einkommen sowie die Ausgaben des Kreditnehmers zu ermitteln.


Nachhaltig erzielbares Einkommen

Basis der Einnahmen/Ausgaben-Rechnung sind die Angaben in der Selbstauskunft und die Einkommensnachweise. Die dort nachgewiesenen Einkommen werden von der Bank jedoch nur insofern in die Einnahmen/Ausgaben-Rechnung übernommen, sofern sie nachhaltig (d.h. mindestens während der Laufzeit des Kredites) erzielbar sind. Hierbei legen die einzelnen Banken unterschiedliche Maßstäbe an. Oftmal wird in als nicht nachhaltig erzielbar Abzug gebracht:

  • Spesenerstattung (z.B. Fahrtkosten) (da diesen Erstattungen ja entsprechende Kosten der Kreditnehmer entgegenstehen
  • Trinkgelder
  • Überstundenentgelte (sofern nicht arbeitsvertraglich ein Recht auf Überstunden vereinbart ist)
  • Boni und freiwillige Leistungen

Ebenfalls bewerten manche Banken Arbeitseinkommen als nicht nachhaltig erzielbar, wenn

  • der Arbeitsvertrag befristet ist
  • der Aufenthaltstitel befristet ist

Kindergeld und Sozialleistungen werden teilweise nur befristet gezahlt und werden ggf. als nicht nachhaltig klassifiziert, wenn der Kredit länger läuft, als die entsprechenden Leistungen.


Ausgaben des Kreditnehmers

Während die Einnahmen nachgewiesen werden können, sind Banken bei der Feststellung der Ausgaben auf die Angaben der Kunden und eigene Erfahrungen angewiesen. Es besteht oftmals das Risiko, dass Kreditkunden (gerade bei Ratenkrediten) ihre eigenen Ausgaben unterschätzen und zu hohe Kreditraten zu akzeptieren bereit sind.

Meist gehen Banken daher hier so vor, dass große und stabile Ausgabenpositionen (Miete, Versicherungen) einzeln in Ansatz gebracht werden und die eigentlichen Lebenshaltungskosten mit Pauschalen abgedeckt werden. Diese Pauschalen orientieren sich in der Praxis zum einen an den Sozialhilfesätzen (als Mindestbetrag) und zum anderen als Prozentsatz des Einkommens.


Pfändbares Einkommen

Entsprechend der Einnahmen/Ausgaben-Rechnung kann auch das Pfändbare Einkommen ermittelt werden:

Summe der nachhaltig erzielbaren Einnahmen
./. Pfändungsfreigrenzen
= Pfändbares Einkommen

Für den Fall der Kreditkündigung besteht die Möglichkeit Einkommen in dieser Höhe zu pfänden. Je höher das pfändbare Einkommen ist, umso geringer ist die Ausfallwahrscheinlichkeit für den Kredit.

Pfand (Rechtswesen)

Ein Pfand ist eine Sache, Forderung oder ein Recht, das im Eigentum einer Person steht, die Schuldner einer Forderung ist, und im Besitz einer zweiten Person, die Gläubiger dieser Forderung ist. Der Wert des Pfandes sichert die Forderung. Es kann, wird die Forderung nicht beglichen, vom Gläubiger verwertet werden.

Contents


Historisch


Bewegliches Pfand

Die Nahme eines Pfandes war schon im Frühmittelalter rechtlich geregelt. Ein Gläubiger konnte zum Schutz seiner Forderung dem Schuldner einen Pfandgegenstand wegnehmen. In der Karolingerzeit konnte dies nur noch nach richterlicher Erlaubnis geschehen. Schließlich durfte nur noch der Graf, später andere beauftragte des Königs oder des Landesherren die Pfändung vornehmen. In den Städten wurden eigens für die Pfandnahme berufene Beamte bestellt, die sogenannten Pfänder. Nur diese durften die Pfändung vornehmen. In der Praxis wurden aber weiterhin eigenmächtig bewegliche Gegenstände als Pfand genommen. Dagegen versuchten seit dem 13. Jahrhundert Landfrieden einzuschreiten.


Hypothekarische Sicherung

Als Pfand wurde im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit auch die Grundschuld bezeichnet. Dabei konnten Gegenstand des Pfandes nicht nur einfache Grundstücke sein. Vielmehr konnten auch ganze Herrschaften oder (nach modernem Verständnis) Hoheitsrechte, etwa Zölle, verpfändet werden. Statt Zinsen für die zugrunde liegende Schuld standen dem Gläubiger dann die Einkünfte aus dem Pfand zu.


Geltendes Recht


Deutschland

Zum Pfand wird ein Gegenstand, um die Forderung eines Dritten (des Pfandgläubigers) zu sichern. Das Pfand wird in der Regel durch die Pfandbestellung in den Gewahrsam des Gläubigers gegeben.

Das Pfandrecht ist in Deutschland in den §§ 1204–1258 BGB geregelt. Besondere Vorschriften sind im Pachtkreditgesetz und im Gesetz zur Sicherung der Düngemittel- und Saatgutversorgung zu finden. Für Schiffe und Luftfahrzeuge gelten das Schiffsrechtsgesetz und das Luftfahrzeugrechtsgesetz.

Die Bedeutung des Pfandes als Sicherungsgegenstand ist im Wirtschaftsverkehr von untergeordneter Bedeutung. Dort wird vom Sicherungseigentum oder durch Grundpfandrechte wie Hypotheken oder Grundschulden Gebrauch gemacht. Bei Geschäften des täglichen Lebens wird das Pfand jedoch häufiger benutzt.

Das Pfandrecht am Gegenstand entsteht regelmäßig durch ein Rechtsgeschäft (sog. Sicherungsabrede oder fiduziarische Sicherung), seltener durch Gesetz oder in Form eines Surrogats. Wird die Forderung nicht beglichen, kann sich der Gläubiger das Pfand verwerten und den Erlös auf die zugrunde liegende Forderung verrechnen. Dafür ist ein gerichtlicher Titel nicht erforderlich.

Das Pfand ist streng akzessorisch an die Forderung gebunden. Erlischt die Forderung, so erlischt automatisch auch das Pfandrecht. Das Pfand ist dann dem Eigentümer herauszugeben. Aber auch wenn der Pfandgegenstand lastenfrei erworben wird oder wenn eine vereinbarte auflösende Bedingung eintritt, erlischt das Pfand.


Siehe auch

Afterpfand, Pfandhaus, Pfänderspiel, Unterpfand

FHL Banken

Die Federal Home Loan Banks (FHL Banken, engl.: FHLBanks) sind zwölf regional in den USA tätige, genossenschaftliche Hypothekenbanken. Eigentümer (”member-owners”) sind insgesamt rund 8100 Finanzinstitutionen. Geschäftszweck der FHL Banken ist die Refinanzierung von Hypothekarkrediten ihrer Mitgliedsinstitute. Die Mittel hierzu beschaffen sie sich am Kapitalmarkt durch Emission gemeinsamer Anleihen über ihr Office of Finance.

Das “FHLB System” wurde 1932 vom US-Kongress zur Erschließung günstiger Finanzierungsquellen für privaten Wohnraum gegründet. Die FHL Banken haben den Status von government-sponsored enterprises (GSE), verfügen jedoch nicht über eine ausdrückliche Staatsgarantie. Als staatsnahe Institute erhalten die FHL Banken von den Ratingagenturen dennoch die bestmöglichen Bonitätsbewertungen.

Aufsichtsbehörde der FHL Banken ist der Federal Housing Finance Board (FHFB). Das US-Finanzministerium fordert, alle Hypothekenbanken mit GSE-Status (Fannie Mae, Freddie Mac und die FHL Banken) einer gemeinsamen Aufsichtsbehörde zu unterstellen.

Als nicht börsennotierte Unternehmen unterliegen die FHL Banken nicht den Berichtspflichten der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. Eine freiwillige Registrierung bei der SEC wird gegenwärtig diskutiert.


Weblinks

  • Die Homepage der FHL Banken (englisch)
  • Die Homepage des Federal Housing Finance Board (englisch)
  • Die Homepage des Office of Finance der FHL Banken (englisch)

Girl Crazy

Girl Crazy ist ein Musical mit der Musik von George Gershwin und Texten von Ira Gershwin. Das Buch stammt von Guy Bolton und John McGowan. Die Rolle der Molly Gray spielte Ginger Rogers, Ethel Merman debütierte in diesem Stück am Broadway. Die erfolgreiche Show machte beide Schauspielerinnen zu Stars. Ginger Rogers wurde hier für Hollywood entdeckt. Im Orchester spielten die späteren Jazzgrößen Benny Goodman, Glenn Miller, Red Nichols, Jimmy Dorsey, Jack Teagarden und Gene Krupa. Die Uraufführung fand am 14. Oktober 1930 im Alvin Theatre (dem heutigen Neil Simon Theatre) in New York statt.
Die deutsche Fassung von Max Colpet ist eine Bearbeitung.

Crazy For You ist eine Neubearbeitung von Girl Crazy mit einem Buch von Ken Ludwig nach Vorlagen von Guy Bolton und John McGowan. Broadway-Premiere war am 19. Februar 1992 im Shubert Theatre. Die deutsche Übersetzung ist von Markus Hertel und Stefan Huber.

Contents


Girl Crazy - Handlung

Danny Churchill, ein New Yorker Entertainer, erbt eine Ranch in Arizona und begibt sich dorthin, um diese zu verkaufen. Vor Ort trifft er die Frau seiner Träume - Molly Gray.
Die allerdings hat die Hosen an und ist nicht auf den Kopf gefallen. Danny bleibt und verwandelt die Ranch in eine Art zweites Las Vegas. Das Geschäft boomt, was Neider und Schmarotzer auf den Plan ruft - so zum Beispiel Dannys ehemaligen Manager Sam Mason, der nicht nur die Kasinobank sprengt, sondern es auch auf Molly abgesehen hat.
Irgendwann findet sich die gesamte Gesellschaft irgendwie auf einer Fiesta in Mexiko wieder, wo es zu einem Raubüberfall, einem scheinbaren Totschlag und einer Verfolgungsjagd kommt. Im Laufe der turbulenten Handlung geht es mit der Liebe von Danny und Molly mal bergauf, mal bergab, bis die beiden schließlich in den Zielbahnhof der Ehe einfahren.


Girl Crazy - die bekanntesten Musiknummern

  • Bidin’ My Time
  • Could You Use Me?
  • Embraceable You
  • I Got Rhythm
  • But Not For Me
  • You’ve Got What Gets Me - von den Gershwins für die 1932er Filmproduktion komponiert


Girl Crazy - Verfilmung

  • 1932 Girl Crazy Regie: William A. Seiter
  • 1943 Girl Crazy Regie: Norman Taurog / Busby Berkeley mit Judy Garland und Mickey Rooney
  • 1965 When the Boys Meet the Girls Regie: Alvin Ganzer mit Connie Francis


Crazy For You - Handlung

Bobby Child, New Yorker Bankierssohn, möchte Schauspieler werden, muss aber eine Hypothek in Nevada eintreiben. Bei der Immobilie handelt es sich ausgerechnet um ein Theater, überdies verliebt er sich auch noch in die Tochter des Besitzers – Polly Baker. Weil er aber Pollys Zuneigung als Geldeintreiber nicht erringen kann, verkleidet er sich als Broadway-Produzent Zangler und stellt mit Hilfe von dessen Geliebter Tess eine Show auf die Beine, die letztendlich nur Erfolg hat, weil der richtige Zangler seiner Tess folgt und eingreift. Bobby indes bekommt seine Polly, weil er sich das ganze Stück über so ehrenhaft verhalten hat.


Crazy For You - Musik

Crazy For You ist mit zusätzlichen Schlagern aus anderen Gershwin-Musicals ausgestattet worden wie z.B. „Shall We Dance“, „Tonight’s the Night“, „They Can’t Take That Away From Me“, „Nice Work If You Can Get It“.


Literatur

  • Charles B. Axton / Otto Zehnder: Reclams Musicalführer, Ditzingen: Reclam 2004, ISBN 3150105609, ISBN 978-3150105603
  • The New York Times. Rezension (Review) der Premiere vom 15. Oktober 1930 von Girl Crazy und vom 20. Februar 1992 von Crazy For You, New York NY 6.1857,14.Sept.ff.
  • The New York Times. Rezension (Review); Concert Version of the Gershwins’ ‘Girl Crazy’, Alice Tully Hall, March 4, 1990


Weblinks

  • Girl Crazy in der Internet Broadway Database (IBDb)
  • Crazy For You in der Internet Broadway Database (IBDb)
  • George & Ira Gershwin Web Site (englisch)
  • Crazy For You - The Guide to Musical Theatre (englisch)
  • Crazy For You - www.felix-bloch-erben.de (Verlag für Bühne, Film und Funk)
  • Rezension vom 27. Oktober 1930 im TIME Magazine zum Start von Girl Crazy (englisch)

Länderausschuss für Atomkernenergie

Der Länderausschuss für Atomkernenergie (LAA) ist ein deutsches Gremium, in dem Abgesandte der atomrechtlichen Genehmigungs-
und Aufsichtsbehörden der Bundesländer vertreten sind. Am 18. Dez. 1956 fand unter Leitung des Bundesministers für Atomfragen die erste Sitzung der Länderreferenten zur Genehmigung von Atomanlagen statt. Seit 1958 wird die Bezeichnung “Länderausschuss für Atomkernenergie” verwandt. Der Länderausschuss für Atomkernenergie besteht heute aus einem Hauptausschuss und vier Fachausschüssen:

  • Hauptausschuss
  • FA Reaktorsicherheit
  • FA Brennstoffkreislauf
  • FA Strahlenschutz
  • FA Recht
  • Zusätzliche Arbeitskreise:
    • AK Aufsicht/ Reaktorbetrieb des FA RS
    • AK Stillegung des FA RS
    • AK Probabilistik des FA RS
    • AK Verfahrensfragen des FA RS
    • AK Forschungsreaktoren des FA RS
    • AK Sicherung “Ortsfeste Anlagen” des FA RS
    • AK Periodische Sicherheitsüberprüfung-Leitfaden
    • AK Sicherung “Transporte” des FA RS
    • AK Betrieb des FA BK
    • AK Genehmigung des FA BK
    • AK Abfallkontrollrichtlinie des FA BK
    • AK Emission/Immission des FA Str.
    • AK Radiologie des FA Str.
    • AK Integriertes Meßsystem AKIM
    • AK Verteilungsschlüssel
    • AKUR LAA-AK Umweltradioaktivität

Mitglieder des Länderausschusses für Atomkernenergie - Hauptausschuss sind

  • Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen
  • Hessisches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz
  • Ministerium für Umwelt und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz
  • Niedersächsisches Umweltministerium
  • Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern
  • Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein
  • Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg
  • Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg
  • Senatsverwaltung für Stadtentwicklung von Berlin
  • Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg
  • Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Senator für Umweltschutz und Stadtentwicklung der Freien Hansestadt Bremen
  • Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft


Weblinks

  • Bundesarchiv “Aufgaben und Organisation - Kernforschung”
  • Aktenplan des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS)

Sicherungshypothek

Die Sicherungshypothek ist eine Unterform der Hypothek. Die Sicherungshypothek sichert eine Geldforderung durch Grundbucheintrag. Im Gegensatz zur Hypothek kann sich der Gläubiger jedoch nicht auf den Grundbucheintrag berufen. Er muss vielmehr auch beweisen, dass die gesicherte Forderung tatsächlich besteht (besonders strenge Akzessorietät) .

Contents


sachenrechtlicher Unterschied zur Hypothek

Im Unterschied zur Hypothek entsteht beim Erlöschen der gesicherten Forderung keine Eigentümergrundschuld. Die Sicherungshypothek erlischt kraft Gesetzes, wenn die gesicherte Forderung erloschen ist (in der Regel durch Rückzahlung). Der aktuelle Bestand der Sicherungshypothek ist also aus dem Grundbuch nicht ersichtlich. Die Sicherungshypothek ist nicht verkehrsfähig und gilt daher für Kreditinstitute als kein geeignetes Kreditsicherungsmittel.


praktische Bedeutung

Praktische Bedeutung hat die rechtsgeschäftlich bestellte Sicherungshypothek bei der Sicherung von öffentlich-rechtlichen Forderungen gegen einen Grundstückseigentümer. Den öffentlich-rechtlichen Gläubigern reicht dieses Sicherungsmittel aus, da sie die gesicherte Forderung durch bestandskräftige Bescheide beweisen können.


als Zwangsvollstreckungsmaßnahme

Besondere Bedeutung hat die Sicherungshypothek als Mittel der Zwangsvollstreckung (Zwangssicherungshypohek). Im Wege der Zwangsvollstreckung kann der Gläubiger eine Sicherungshypothek auch gegen den Willen des Eigentümers ins Grundbuch eintragen lassen. Voraussetzung ist immer ein Vollstreckungstitel, der den Bestand der Forderung beweist.


siehe auch

  • Bauhandwerker-Sicherungshypothek
  • Zwangsvollstreckung
  • Kreditsicherung


Weblinks

BGB

Sachprogramm

Ein Sachprogramm wird in österreichischen Bundesländern vor allem zu Bereichen wie Tourismus, Abfallbeseitigung, Wohnungswesen und Industrie, Infrastruktureinrichtungen, Einkaufszentren, Sicherung von Rohstoffvorkommen oder für den Naturschutz erstellt.
Dabei werden Standorte und Eignungszonen für die bestimmte Nutzungen oder Nutzungsbeschränkungen im überörtlichen Interesse ausgewiesen. Als Verordnung erlassen, sind diese für die Landesverwaltung und für die Gemeinden verbindlich. Als Konzept erlassen, sind diese nur für die Landesverwaltung verbindlich.

Beispiele:

  • Sachprogramm “Siedlungsentwicklung und Betriebsstandorte im Salzburger Zentralraum”
  • “Raumordnungsprogramm zur Sicherung und Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit zentralen Einrichtungen” (Zentrale-Orte-Raumordnungsprogramm) in Niederösterreich
  • “Entwicklungsprogramm für die Versorgungsinfrastruktur” in der Steiermark

Vorläufige Vollstreckbarkeit

Vorläufige Vollstreckbarkeit bezeichnet die Möglichkeit, aus einem noch nicht rechtskräftigem Urteil die Zwangsvollstreckung zu betreiben.

Das Phänomen lässt sich einfach an folgendem Beispiel demonstrieren:
In einem Zivilprozess wird der Beklagte durch das erstinstanzliche Gericht verurteilt, an den Kläger einen Betrag von 4.000 € zu zahlen. Der Beklagte hat die Möglichkeit, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen. Solange die Frist zur Einlegung der Berufung noch nicht abgelaufen ist, oder Berufung eingelegt wurde und das Berufungsgericht noch nicht entschieden hat, ist fraglich, ob dieser Richterspruch Bestand haben wird. Ähnliches gilt natürlich auch für andere Rechtsmittel, etwa die Revision gegen ein Berufungsurteil. In solchen Fällen kann der Kläger gleichwohl auch vor dem Ergehen einer rechtskräftigen Entscheidung die Zahlung des ihm zugesprochenen Betrages verlangen und gegebenenfalls mit den Mitteln des Zwangsvollstreckungsrechts durchsetzen, wenn das Urteil vorläufig vollstreckbar ist.

Das deutsche Zivilprozessrecht regelt das Problem in den §§ 708 ff. ZPO. Dabei wird den unterschiedlichen Interessen der Beteiligten in differenzierter Weise Rechnung getragen.

Ausgangspunkt der gesetzlichen Regelung ist zunächst, dass ein Urteil nur dann vorläufig vollstreckbar ist, wenn es durch das Gericht für vorläufig vollstreckbar erklärt wurde. Ohne eine solche Erklärung könnte die Zwangsvollstreckung also nur betrieben werden, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Das Gericht muss jedoch eine Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit fällen. Hierbei kann es anordnen, dass das Urteil entweder gegen Sicherheitsleistung oder ohne Sicherheitsleistung vorläufig vollstreckbar ist. Dabei benennt § 708 ZPO eine Reihe von Urteilen, die ohne Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären sind, während § 709 ZPO bestimmt, dass andere Urteile nur gegen eine der Höhe nach zu bestimmenden Sicherheit für vorläufig vollstreckbar zu erklären sind.

Durch die Vorschriften über das Leisten von Sicherheit wird eine Verteilung des Insolvenzrisikos vorgenommen. Darf der Kläger aus einem Urteil nur vollstrecken, wenn er in Höhe des zu vollstreckenden Betrages Sicherheit leistet, so muss der Beklagte nicht besorgen, dass der Kläger den beigetriebenen Betrag nach einer für den Beklagten erfolgreich durchgeführten Berufung nicht mehr besitzt.

Bei den meisten Urteilen, die ohne Sicherheitsleistung für vorläufig vollstreckbar zu erklären sind, kann der Schuldner nach § 711 ZPO seinerseits die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung abwenden. In dieser Konstellation wird der Gläubiger davor geschützt, dass der Schuldner während des andauernden Rechtsmittelverfahrens zahlungsunfähig wird.

Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit ist Bestandteil des Urteilstenors.

Siehe auch: Vollstreckungsschutz

Maonan

Die Maonan (Chinesisch: 毛南族, veraltet und wegen diskriminierender Nebenbedeutung ersetzt: 毛难族, Pinyin (für beides): Máonánzú) sind eine der 55 offiziell anerkannten Minderheiten der Volksrepublik China. Nach der letzten Volkszählung im Jahr 2000 zählen sie 107.166 Menschen. Sie leben vor allem im Autonomen Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität.


Siehe auch

Völker Chinas


Weblinks

  • The Maonan ethnic minority (chinesische Regierungsseite)

Matthias Day

Matthias Day, Jr. (* 1821; † 1904) war ein US-amerikanischer Erfinder, Zeitungsverleger und Gründer der Stadt Daytona Beach in Florida.

Matthias Day wurde 1821 geboren und war bereits in jungen Jahren ein Mann mit Visionen. Etwa Mitte des 19. Jahrhunderts zog es ihn erstmals von Mansfield, Ohio in das Gebiet des heutigen Daytona Beach, aber erst 1871 erhielt er die Gelegenheit, seinen Traum vom eigenen Land und einem eigenen Gemeinwesen zu erfüllen. Er erwarb in Florida (Volusia County) eine Fläche von 2.144 Acres (etwa 868 Hektar) entlang des Halifax Rivers und bot das Land Interessenten zum Kauf an. Unter seiner Aufsicht wurde das Land begutachtet und für die Besiedlung vorbereitet.

Doch die für den Kauf aufgenommene Hypothek konnte er nicht zurückzahlen, stand damit 1872 vor der Zwangsvollstreckung und verlor seinen gesamten Grundbesitz. Er verließ daraufhin Florida und ging zurück nach Ohio.

Die vorhandenen Siedler beschlossen in der Folgezeit, sich zu einer Gemeinde zu vereinigen. Die offizielle Gründung erfolgte 1876. In Erinnerung an den unglücklichen Gründer mit seinen guten Absichten nannten sie die Gemeinde Daytona (von „Day’s Little Town“), die später zu Daytona Beach wurde.

Matthias Day, Jr. starb 1904. Eine Gedenktafel hängt heute an der Daytona Beach City Hall in Daytona Beach.

Selektivität (Stromkreis)

thumb|200px|Ein kleines Beispiel zur Selektivität

Selektivität bedeutet, dass bei einem Fehler in einem Stromkreis von in Reihe geschalteten Überstromschutzeinrichtungen oder Fehlerstromschutzschaltern nur das Gerät auslöst, das sich unmittelbar vor der Fehlerstelle befindet.

Die Selektivität gewährleistet, dass trotz des Fehlers möglichst viele Teile der elektrischen Schaltung oder Anlage in Betrieb bleiben.


Sicherungen

Selektivität von Sicherungen wird erreicht, wenn vorgeschaltete Sicherungen einen deutlich höheren Nennstrom (mindestens den 1,6-fachen) als nachgeschaltete Sicherungen haben. Weil das Auslöseverhalten von Sicherungen Toleranzen unterliegt, sind Sicherungen unmittelbar benachbarter Nennstromstufen nicht selektiv. Zuverlässig kann die Selektivität von Sicherungen nur anhand ihrer Zeit-Strom-Kennlinien beurteilt werden. Als Faustregel gilt, dass Sicherungen selektiv sind, wenn sich ihre Nennströme um zwei Nennstromstufen unterscheiden.

In elektrischen Anlagen sind in der Regel verschiedene Arten von Sicherungen eingebaut z. B.: 16 A und 25 A, durch diese Abstufung erreicht man, dass nur die Sicherung auslöst die unmittelbar vor der Fehlerquelle eingebaut ist. Deren Bemessungsströme, welche im Verhältnis von 1:1,6 stehen, müssen in ihrem gesamten Abschaltbereich “selektiv” arbeiten.


Schutzschalter

Normale Leitungsschutzschalter lösen unabhängig von ihrem Nennstrom bei einem vollständigen Kurzschluss sofort aus. Nur ein selektiver Leitungsschutzschalter kann vor andere Leitungsschutzschalter oder Sicherungen geschaltet werden. Seine elektromagnetische Auslösung ist wie die eines selektiven Fehlerstromschutzschalters auf verzögertes Ansprechen ausgelegt.

Tägermoos

thumb|250px|Das Tägermoos (rot markiert)
Das Tägermoos ist ein 1.54 km² grosses Gebiet im Kanton Thurgau zwischen dem Stadtrand der deutschen Stadt Konstanz und dem Siedlungskern der Schweizer Gemeinde Tägerwilen. Es liegt am Südufer des Seerheins und grenzt östlich an den Konstanzer Stadtteil Paradies, südöstlich an die Gemeinde Kreuzlingen.

Das Tägermoos gehört zum Schweizer Staatsgebiet, ist jedoch eine Gemarkung der deutschen Stadt Konstanz. Die Stadt übt bestimmte Verwaltungsaufgaben im Tägermoos nach Massgabe des thurgauischen Gemeinderechts aus, andere werden durch die benachbarte Schweizer Gemeinde Tägerwilen ausgeübt. Der noch heute gültige Status des Tägermoos wurde 1831 durch einen Staatsvertrag fixiert (siehe auch: Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810). Es bildet somit eine «unechte» deutsche Exklave. Etwa zwei Drittel des Grunds im Tägermoos sind in städtischem Besitz, der Rest gehört Privatleuten und Schweizer Behörden. Einst eine sumpfige Gemeindeweide (Allmende), ist das Tägermoos heute drainiert und wird als Ackerland mit Schwergewicht auf dem Gemüsebau und für Kleingärten genutzt. Am östlichen Rand der Gemarkung liegt die Gemeinschaftszollanlage Tägermoos, die täglich von rund 13′000 Fahrzeugen frequentiert wird, sowie ein kleinerer Grenzübergang («Gottlieber Zoll»).<ref name=”GZA”>Report Sept. 2004</ref>

Contents


Geschichte


Mittelalter und Frühe Neuzeit

[[Bild:Diepold_Schilling_Enthauptung_Konstanz.jpg|thumb|left|Enthauptung beim Galgen im Tägermoos 1506; im Hintergrund die Ziegelei (Luzerner Chronik des Diebold Schilling d.J., 1513)]]
Das Tägermoos gehörte im Frühmittelalter zum Thurgauer Besitz des Bistums Konstanz, der sogenannten «Bischofshöri». Bischof Hermann I. von Arbon (Amtszeit 1138–1165) schenkte das Gelände dem 1142 gegründeten Schottenkloster St. Jakob im Paradies. 1293 kauften Rat und Gemeinde der Stadt Konstanz dem Schottenkloster die Wiesen im Tägermoos ab, um sie als Gemeindeweide (Allmende) zu nutzen. Die Verwendung als Viehweide ist seit dem 13. Jahrhundert belegt und änderte sich nicht grundlegend bis zur Privatisierung des Geländes nach 1800. Auf dem ausserhalb der Stadtmauern gelegenen Weideland wurde 1384 ein Galgen errichtet, der bis ins 18. Jahrhundert als konstanzische Richtstätte diente (1833 wurde er abgebrochen). Ab 1446 ist zudem eine städtische Ziegelei belegt, später «Ziegelhof» genannt, in der bis ins 19. Jahrhundert Ziegelsteine gebrannt wurden.

Im Schwabenkrieg 1499 verlor die Freie Reichsstadt Konstanz das Landgericht Thurgau, das sie seit 1417 als Pfand innegehabt hatte. Ab diesem Zeitpunkt lag das Tägermoos gewissermassen im feindlichen Ausland. Die niedere Gerichtsbarkeit über die Thurgauer Gebiete (Vogtei Eggen, Raitigericht sowie das Gericht Altnau), also auch das Tägermoos, übte die Stadt Konstanz weiterhin aus, während die Blutgerichtsbarkeit beim Landgericht im thurgauischen Frauenfeld lag (siehe hierzu auch Gerichtsherrenstand im Thurgau). Während die Siedlungen im Paradies, damals noch Eggenhusen genannt, bereits im 14. Jahrhundert nach Konstanz eingemeindet werden konnten, gelang die Zuordnung des Tägermoos zum Stadtbezirk nicht.

Das Paradies, im Osten des Tägermoos gelegen, wurde im Dreissigjährigen Krieg mit einer Befestigungsanlage und einem Festungsgraben versehen, die einen zweiten Verteidigungsring gegen Angriffe von der südlichen Rheinseite bildeten. Das Tägermoos selbst lag ausserhalb dieses Rings, der die Siedlungen im Paradies und den «Brühl», die städtische Festwiese, gegen feindliche Angriffe schützen sollte. Vom «Äusseren Paradieser Tor», dem Durchgang der Befestigung, führte die «Heerstrasse» durch das Tägermoos nach Ermatingen.


Helvetisierung und Privatisierung um 1800

thumb|Grossherzogliche Vermessungskarte von Konstanz aus dem Jahr 1807. Das braun eingefärbte Gebiet im oberen Teil der Karte ist das Tägermoos in den Grenzen von 1800.
Mit dem Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft und der Gründung der Helvetischen Republik im Jahr 1798 entstand ein Schweizer Nationalstaat, dessen Grenzen entsprechend der vormaligen Zugehörigkeit zum Gerichtsherrn festgelegt wurden. Die bestehenden Rechte der niederen Gerichtsherren auf Schweizer Territorium wurden beschnitten; massgeblich war für die Zuteilung zum Staatsgebiet nur die hohe Gerichtsbarkeit. Im Tägermoos hielten diese seit 1499 die Eidgenossen. Das Tägermoos wurde daher – wie die umliegenden Thurgauer Gebiete auch – staatsrechtlich der Schweiz zugesprochen, während die gewohnheitsmässigen Eigentums- und Nutzungsrechte der Stadt Konstanz erhalten blieben.

Im Jahr 1800, während Konstanz in den Koalitionskriegen französisch besetzt und der Kontrolle durch seinen vorderösterreichischen Landesherrn weitgehend entzogen war, liess der Magistrat der Stadt die Allmende Tägermoos systematisch vermessen und teilte sie in Parzellen auf, die unter den Bürgern verlost wurden. Was zuvor eine öffentliche Viehweide gewesen war, die jeder nutzen konnte, wurde nun in Flächen zu 18 Ar abgeteilt und verpachtet. Die meisten Parzellen wurden von ihren neuen Pächtern als Ackerland kultiviert und werden bis heute so genutzt. Es entstand eine Fläche kleinteiliger Felder mit komplizierten, bis in die Gegenwart häufig wechselnden Vertragsverhältnissen.


Staatsvertrag von 1831

Die Stadt Konstanz behielt im Tägermoos Sonderrechte, die über das hinausgingen, was sonst für frühere Rechteinhaber auf den neu gebildeten Staatsterritorien der Fall war. Das Sonderstatut wurde 1831 in einem (heute noch gültigen) Staatsvertrag zwischen dem Grossherzogtum Baden und dem Kanton Thurgau festgehalten, der nur in beiderseitigem Einvernehmen kündbar ist.

Hintergrund des Staatsvertrags waren jahrelange Streitigkeiten um den Grenzverlauf, der seit 1803 zwar im Prinzip rechtlich geklärt, aber nicht von beiden Seiten anerkannt war. Im Thurgau war man der Ansicht, dass das Tägermoos zum Kanton gehöre, und erhob von den Grundbesitzern Steuern. Der südbadische Seekreis war anderer Meinung und verlangte Steuerfreiheit für das Tägermoos; 1821 erhob er sogar unstatthafterweise Wegezoll auf der Strasse nach Tägerwilen. Ähnliche Streitigkeiten gab es in der Region um Gebiete bei Diessenhofen und Büsingen am Hochrhein; dort ging es um Besitztümer, die vor 1803 Schweizer Klöstern gehört hatten und die nun zu Baden gehörten.

Erst 1829 einigten sich die Parteien; am 28. März 1831 wurde der Staatsvertrag unterzeichnet. Während Konstanz/Baden weiterhin Rechte im Tägermoos erhalten blieben, erhielt Diessenhofen im Gegenzug ähnliche Nutzungsrechte auf deutscher Seite, der sogenannten «Setzi» bei Gailingen am Hochrhein, zugesprochen. Zur Grenzlinie zwischen dem badischen Konstanz und dem Kanton Thurgau wurde der alte Festungsgraben zwischen Paradies und Tägermoos erklärt. Das nunmehr offiziell im Thurgau liegende Tägermoos erhielt den Status einer Gemarkung von Konstanz; die Stadt behielt zudem feldpolizeiliche Aufgaben und das Recht der Grundbuchführung. 1878 und 1938 folgten in beiderseitigem Einvernehmen weitere kleine Veränderungen des deutsch-schweizerischen Grenzverlaufs bei Konstanz, die das Tägermoos jedoch nicht betrafen.


Gegenwart

thumb|Gehöft «Ziegelhof» im Tägermoos
Das Tägermoos ist Teil einer kleinteiligen landwirtschaftlichen Anbauregion, die sich an den Dörfern Tägerwilen und Gottlieben vorbei bis nach Ermatingen fortsetzt und im Süden von einem Hügelkamm begrenzt wird. Der Schwerpunkt bei der landwirtschaftlichen Nutzung liegt auf dem Gemüseanbau, es gibt jedoch auch Apfelbäume und ein Kleingartengebiet. Die Uferzone ist nur teilweise befestigt und wird an einer Stelle, dem Freibad «Kuhhorn», als Badestrand genutzt; ansonsten ist sie verschilft mit Laubbaumbewuchs. Das ganze Areal liegt im Schnitt nur etwa ein bis zwei Meter über dem Wasserspiegel des Seerheins, so dass es häufig zu Überschwemmungen kommt.

Im Tägermoos liegen zwei Aussiedlerhöfe, der Ziegelhof und der Brückenhof, sowie vereinzelte Gewächshäuser und weitere landwirtschaftliche Nutzbauten. Der Zoll Tägerwilen betreibt den kleinen Grenzübergang «Gottlieber Zoll» an der Stelle des einstigen Äusseren Paradieser Tors. In der Nähe liegt das neobarocke Hotel «Trompeterschlössle» (1903/04 gebaut) sowie ein Umspannwerk der Stadtwerke Konstanz.

Seit dem Jahr 2000 betreiben Deutschland und die Schweiz die Gemeinschaftszollanlage Tägermoos, deren grosser Zollhof die Schweizer Autobahn A7 und die deutsche B 33 verbindet und die innerstädtischen Grenzübergänge entlastet. Die Stadt Konstanz verkaufte zu diesem Zweck einen Teil des Tägermoos an die Eidgenössische Zollverwaltung.<ref>suedkurier.de, 29. März 2006</ref> Im Rahmen ihrer Bodenpolitik plant die Stadt Konstanz, weitere Grundstücke anzukaufen.<ref>Liegenschaftsamt</ref>


Staatsrechtlicher Status

thumb|left|Deutsches Zufahrtsverbot (oben) und Schweizer Velo- und Fusswegschild (unten); im Hintergrund weitere Schweizer Schilder
Aus dem Staatsvertrag vom 28. März 1831 erklärt sich der kuriose staatsrechtliche Status des Gebiets. Auf Staatsebene gehört das Tägermoos zur Schweiz, auf Gemeindeebene dagegen zur Stadt Konstanz. Es bildet ausdrücklich eine eigene Gemarkung der Stadt (§ 3 des Tägermoosstatuts). Die damals üblichen Verwaltungsaufgaben einer thurgauischen Gemeinde – etwa die Ahndung «kleiner Feldfrevel» und die Grundbuchführung – wurden der Stadt Konstanz eingeräumt (§ 4). Die Thurgauer Gemeinde Tägerwilen übt jedoch heute viele der seither hinzugekommenen Verwaltungsaufgaben aus; Baugenehmigungen etwa entscheidet der Tägerwiler Gemeinderat.

Der Rechtshistoriker Hans-Wolfgang Strätz vertritt die Ansicht, dass der Stadt durch das Tägermoosstatut de jure der Status einer Gemeinde des Thurgau mit allen Rechten und Pflichten zukomme, selbst wenn sie einige davon nicht wahrnehme.<ref>Brief von Prof. Dr. Hans-Wolfgang Strätz an die Stadt Konstanz vom 2. April 2001; Einsicht über den Justiziar der Stadt.</ref> Demzufolge darf sich Konstanz als 81. Gemeinde des Thurgau betrachten. Andere Juristen sind der Ansicht, dass durch den historischen Zuwachs an Aufgaben der Gemeindeverwaltung eine rechtliche Lücke entstanden sei.

Die Stadt Konstanz ist für die Feldstrassen im Tägermoos zuständig. In der Landschaft sieht man die doppelte Zuständigkeit an den Verkehrsschildern: Das Höchstgeschwindigkeitsschild an der Strasse Tägerwilen-Konstanz ist ein schweizerisches, die Fahrverbotstafeln mit Vermerk «Anlieger frei» an den Einfahrten zu den Feld- und Wirtschaftswegen sind bundesdeutsch. Zudem versorgen die Stadtwerke Konstanz die Gemarkung mit Wasser und Gas.

Auch für die Besteuerung der Grundstücke gibt es im Staatsvertrag eine Ausnahmeregelung: Grundstückseigentümer, die in Konstanz wohnen, bezahlen keine entsprechende Vermögenssteuer und Einkommenssteuer an die Gemeinde Tägerwilen und den Kanton Thurgau; Grundbesitzer mit Wohnsitz im Thurgau sind immerhin von der Schweizer Vermögenssteuer befreit.

Das ca. 150 Hektar messende Tägermoos wird vom Schweizer Bundesamt für Statistik zum Territorium der Gemeinde Tägerwilen (BFS-Nr. 4696) gezählt und hat daher keine eigene Arealnummer. Die Vermessung erfolgt jedoch durch das Städtebau- und Vermessungsamt in Konstanz. Dadurch kommt das in Deutschland übliche Gauss-Krüger-Koordinatensystem und nicht die Schweizer Landeskoordinaten zur Anwendung. Auch das Höhensystem unterscheidet sich vom System der restlichen Schweiz, was dazu führt, dass zwischen Tägermoos und dem Rest der Schweiz ein vermessungstechnischer Absatz von 25 cm verläuft.

Im Februar 2006 kündigten die Gemeinden Konstanz, Tägerwilen und Kreuzlingen an, den 175 Jahre alten Staatsvertrag überarbeiten zu wollen. Dadurch soll Rechtssicherheit für weitere Bauvorhaben auf dem Gebiet entstehen. Da die Rechtsnachfolger der einstigen Vertragspartner, das Land Baden-Württemberg und der Kanton Thurgau, heute nicht mehr berechtigt sind, Staatsverträge dieser Art zu schliessen, muss die Änderung des Rechtsstatus auf Ebene der Bundesregierungen stattfinden. Auf Schweizer Seite muss zudem eine Volksabstimmung in den betroffenen Gemeinden stattfinden.<ref>suedkurier.de, 28. Februar 2006</ref> Dadurch fällt unter anderem die Grundbuchführung sowie die Vermessung zurück an die Schweiz.


Das Tägermoos als Grenzübergang

Seit 1803 gibt es im Tägermoos einen Grenzübergang zwischen Deutschland und der Schweiz, den sogenannten «Gottlieber» oder «Tägerwiler Zoll». Er ist für die Konstanzer Landwirte zollfrei zu befahren. Die «offene Grenze» des Tägermoos wurde zu allen Zeiten auch für Schmuggel benutzt. Bereits zu früheren Zeiten trieben Bauern hier ihr Vieh illegal über die Grenze, um es in der Schweiz zu verkaufen, ohne Zölle zu bezahlen oder um Exportbeschränkungen zu umgehen. Auch Schmuggel von Waren in die umgekehrte Richtung wurde des Öfteren aktenkundig. Insbesondere während der Wirtschaftskrise der 1920er Jahre sollen die Paradieser Bauern durch den Schmuggel von Baustoffen und Luxuswaren deutlich über ihre Verhältnisse gelebt haben.

Dennoch wurde die Grenze nur selten vollständig geschlossen, zuletzt im Zweiten Weltkrieg von 1940-46. Mit der Grenzschliessung wollten beide Staaten − die Schweiz wie das nationalsozialistische Deutschland − verhindern, dass sich Flüchtlinge in die Schweiz absetzten. Deutschland befürchtete zudem einen Transport von militärischen Informationen über die Grenze.<ref>Suedkurier</ref> Während des Weltkriegs stationierte die Schweiz im Tägermoos wie in anderen deutsch-schweizerischen Grenzorten Truppen, um die Grenze zu schützen; es kam jedoch nie zu Übergriffen auf das neutrale Territorium der Schweiz.

Um die Grenze zu schliessen, errichteten Deutschland und die Schweiz eigens einen 2.60 m hohen und 2700 m langen Grenzzaun aus Maschendraht und Stacheldraht, in der Bevölkerung «Judenzaun» genannt. Der erste Teil des Zauns zwischen Bahnhof und Kreuzlinger Zoll wurde 1939 von Schweizer Behörden errichtet und finanziert, die Abschottung des Tägermoos’ übernahm im November 1940 die zuständige deutsche Behörde in Stuttgart. Der bekannteste Grenzzwischenfall ist vielleicht die Verhaftung des Widerstandskämpfers Georg Elser bei der Kreuzlinger Zollstation.

Erst im Oktober 2006 beschloss der Konstanzer Gemeinderat, den verbliebenen Grenzzaun im Tägermoos von 2.60 m auf die «Gartenzaunhöhe» von 1.40 m zu stutzen. Der Zaun befindet sich heute überwiegend auf Privatgrundstücken. Ein 20 m langes Teilstück des Zauns soll als Mahnmal erhalten bleiben.<ref>businessportal24.com, 24. Januar 2007 </ref><ref>Thurgauer Zeitung. 1. Februar 2007.</ref>


Geologie

Der Name «Tägermoos» setzt sich aus dem althochdeutschen «tëgar» = gross und «Moos» zusammen, also grosses Moos, einer in Süddeutschland häufigen Bezeichnung für Feucht- oder Moorgebiete. Tatsächlich handelt es sich geologisch gesehen nicht um einen aus Torf bestehenden Moorboden, sondern um ein Anmoor, einen Mineralboden mit einem sehr hohen Anteil unzersetzter organischer Masse.

Die nahen Thurgauer Hügel sind eiszeitliche Moränen, die aus Geschiebemergel gebildet sind. Ihnen vorgelagert ist ein 500 m breiter Saum von Beckentonen, die aus dem Gletschermaterial ausgewaschen wurden. Über diesem lagern Schnecklisande, eine mehrere Meter hohe Schicht aus Sedimenten früherer Wasserstände des Bodensees. Darin staut sich durch eingelagerte Tonschichten das Wasser, so dass sich Pseudogley bildet, ein Boden, der meistens durch Staunässe feucht ist, aber auch vollständig austrocknen kann. Direkt am Seerhein überdecken jüngste Flusssedimente die Schicht der Schnecklisande.

Das Areal des Tägermoos weist nur eine sehr geringe Steigung auf und liegt etwa einen bis zwei Meter über dem Wasserspiegel des Seerheins. Der feuchte Boden machte für die intensive landwirtschaftliche Nutzung eine umfangreiche Drainage notwendig und ist durch den hohen Humusgehalt sehr fruchtbar.


Quellenangaben

<references/>


Siehe auch

  • Territoriale Besonderheiten in Südwestdeutschland nach 1810


Literatur

  • Paul Bär: Wo der Konstanzer Galgen stand. Der Ziegelhof im Tägermoos. In: Delphin-Kreis (Hrsg.): Geschichte und Geschichten aus Konstanz und von den Schweizer Nachbarn. Labhard, Konstanz 1995. ISBN 3-926937-21-1
  • Martin Burkhardt, Wolfgang Dobras, Wolfgang Zimmermann: Konstanz in der frühen Neuzeit. Reformation, Verlust der Reichsfreiheit, Österreichische Zeit. Stadler, Konstanz 1991. ISBN 3-7977-0259-0
  • Albert Leutenegger: Das Tägermoos. In: Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte. Frauenfeld 69.1932, S. 1–117.
  • Helmut Maurer: Konstanz im Mittelalter. Bd 1. Von den Anfängen bis zum Konzil. Stadler, Konstanz 1989. ISBN 3-7977-0182-9
  • Arnulf Moser: Der Zaun im Kopf. Zur Geschichte der deutsch-schweizerischen Grenze um Konstanz. UVK Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz 2001. ISBN 3-89669-827-3
  • Albert Schoop: Geschichte des Kantons Thurgau. Huber, Frauenfeld 1987. ISBN 3-7193-0976-2


Weblinks

  • Grundbuchvermessung Tägermoos

Nondum Conceptus

Nondum Conceptus (lat. der Nichtempfangene) bezeichnet in der Rechtswissenschaft ein noch nicht erzeugtes Kind, und in weiterem Sinne sein Schutzstatus. Als erzeugt im Rechtssinne gilt der Embryo im Stadium zwischen Einnistung in der Uterusschleimhaut und Geburt. Aus naturwissenschaftlicher Sicht fallen unter Nondum Conceptus sowohl virtuelle Vorgänge also Fälle gar nicht vorhandener Keimbahnen (keine Keimzellen fusioniert) als auch außerhalb des Mutterkörpers sich befindende aber grundsätzlich lebensfähige Zygoten und Embryonen. Unbedeutend ist dabei, ob sie durch herkömmliche oder manipulative Befruchtung zustande gekommen sind (etwa in vitro).

Der Schutz eines Nondum Conceptus ist ein vorgreifender Rechtsschutz, der zum Tragen kommt, wenn das Kind geboren wird, seine Wirkung aber bereits vor der Geburt ansetzt. Ein Nondum Conceptus ist partiell rechtsfähig und kann Rechte tragen. Er ist gegen unerlaubte Handlungen geschützt.

Beispiel: Einer Frau wird luetisches Blut übertragen. Bald darauf wird die Frau schwanger, das Kind kommt mit angeborener Syphilis zur Welt. Es hat Ersatzansprüche gegen den behandelnden Arzt, der für die Infusion verantwortlich war.<ref>vgl. BGHZ 8, 243</ref>

Ferner kann der Nondum Conceptus durch Rechtsgeschäfte Dritter durch einen Vertrag zugunsten Dritter oder einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter berechtigt werden, er ist teilweise erbfähig und kann als Nacherbe eingesetzt oder durch ein Vermächtnis begünstigt werden (, Abs. 2, Abs. 1 bzw. , BGB). Zu seinem Gunsten kann auch eine Hypothek bestellt und eingetragen werden.<ref>vgl. RGZ 61, 356; 65, 277</ref> Solche Rechte sind aufschiebend bedingt auf seine Geburt. Nach derzeitiger Rechtslage ist er von der gesetzlichen Unfallversicherung jedoch nicht geschützt.<ref>vgl. Bundessozialgericht NJW 11986, 1567; BVerfG FamRZ 1987, 899</ref>


Quellen

<references/>


Siehe auch

  • Nasciturus, Schwangerschaft
  • Embryonenschutzgesetz
  • Handlungsfähigkeit, Geschäftsfähigkeit, Deliktsfähigkeit, Parteifähigkeit, Prozessfähigkeit

Anlaufstrom

Anlaufstrom ist der Strom, der beim Anlaufen von Elektromotoren aus dem Stand auftritt. Der Anlaufstrom ist deutlich höher als der Nennstrom, weil der Strom im Stand nur durch den Anschlusswiderstand <math>R\ </math> des Motors und die Klemmenspannung <math>U\ </math> bestimmt wird:

<math>I_A=\frac{U}{R}</math>.

Bei einem laufenden Elektromotor wird dagegen eine Spannung <math>U_{ind}\ </math> induziert, die der Drehzahl proportional ist und der angelegten Klemmenspannung entgegengerichtet ist; der Strom <math>I\ </math> ist dann der Quotient aus der Differenz der beiden Spannungen und dem Widerstand:

<math>I=\frac{U - U_{ind}}{R}</math>.

Der hohe Anlaufstrom hat ein erhöhtes Drehmoment zu Folge, das den Motor beschleunigt. Der Strom nimmt bei steigender Drehzahl ab, bis die stationäre Drehzahl erreicht ist.

Ein Beispiel wäre z.B. ein Asynchronmotor, bei dem der Anlaufstrom durchaus das vier- bis siebenfache des Nennstroms betragen kann. Bei Drehstromasychronmotoren kann der Anlaufstrom durch eine Stern-Dreieck-Schaltung reduziert werden.


Relevanz

Das Messen, Aufzeichnen und Auswerten dieser Anlaufströme und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen sind von ganz besonderem Interesse, zum Beispiel für die Auslegung von Sicherungen: Ein Motor wird vom Netz gespeist. Dieser Motor hat einen Nennstrom von 2A, weswegen eine 2A-Sicherung dem Motor vorgeschaltet ist. Beim Einschalten entsteht nun wegen der oben beschriebenen Effekte kurzzeitig ein Strom von 8A. Die Folge ist, dass die Sicherung immer durchbrennt und der Motor nie eingesetzt werden kann. Wird aber eine entsprechend große 8A-Sicherung verwendet, dann brennt diese zwar nicht durch, schützt aber auch das System nicht ausreichend vor Überlastung, was Folgeschäden, wie die Zerstörung von Leitungen verursachen kann.

Nur wenn das Verhalten von Anlaufströmen, vor allem deren Größe, ausreichend bekannt sind, kann in Fällen, wie sie das obige Beispiel beschreibt, angemessen reagiert werden. So ist im obigen Fall z. B. das Verwenden einer so genannten trägen Sicherung empfehlenswert, die erst dann reagiert, wenn der Strom über einen längeren Zeitraum den gewünschten Nennstrom überschreitet, nicht aber bei kurzen Einschaltspitzenströmen.

Collyer-Brüder

Die Collyer-Brüder, Homer Lusk Collyer (* November 1881 - 21; † März 1947) und Langley Collyer (* Oktober 1885; † März 1947) waren zwei US-amerikanische Brüder, die aufgrund ihrer bizarren Lebensweise die Neugier ihrer Nachbarn und der Presse auf sich zogen. Die aus einer wohlhabenden Familie stammenden Brüder hatten in New York City ein Stadthaus geerbt, in dem sie in zunehmender sozialer Isolation hausten. Über die Jahre sammelte der jüngere Bruder Langley eine enorme Menge an Schrott, alten Zeitungen und anderen Gegenständen, mit denen er alle Räume des Hauses anfüllte, und legte in dem Müll ein labyrinthisches Gängesystem mit diversen Fallen und Sicherungsmechanismen an. Die zunehmende Verwahrlosung des Hauses veranlasste schließlich die Bank und die Behörden zum Einschreiten. Als das Haus zwangsgeräumt wurde, wurde festgestellt dass Langley Collyer Opfer einer seiner eigenen Fallen geworden und der von ihm versorgte Homer daraufhin verhungert war. Die Collyer-Brüder werden oft als ein paradigmatisches Fallbeispiel von Zwangsneurose genannt, ihr Sammelverhalten wird umgangssprachlich auch als Messie-Syndrom bezeichnet.

Contents


Die Familie

Die Brüder gehörten einer alteingesessenen New Yorker Familie an, die ihre Wurzeln bis auf die frühen Einwanderer im 17. Jahrhundert zurückverfolgen konnte, die mit der Mayflower nach Amerika gekommen waren.
Der Vater, Herman Livingston Collyer (1858-1923), war Frauenarzt in Manhattan, die Mutter hieß Susie Gage Frost (1856-1929). Die Eltern hatten auch eine Tochter, Susan, die als Säugling starb (1880). Die Familie wohnte in einem eleganten Sandsteinstadthaus mit drei Stockwerken, an der Fifth Avenue 2078 (an der Ecke der 128. Straße) in Harlem, New York City, New York. Die ganze Familie war wohlhabend und gebildet. Die Mutter las gerne klassische Literatur und spielte Klavier, und beide Söhne studierten an der Columbia University, die einige Jahre früher nach Morningside Heights umgezogen war. Der neue Campus befand sich gleich westlich von Harlem, nur zehn Minuten zu Fuß vom Collyer-Haus entfernt. Damals lag diese Gegend noch am Stadtrand und war noch teilweise ländlich geprägt. Die erste Untergrundbahn nahm erst 1904 ihren Betrieb auf, und man betrachte Harlem noch als ein von New York weit abgelegenes Städtchen. Homer Langley studierte Ingenieurwissenschaft und Langley studierte Jura, mit Schwerpunkt Seerecht. Langley interessierte sich jedoch hauptsächlich für das Erfinden. Wie seine Mutter spielte er gerne Klavier und strebte danach, wie ein typischer Musiker auszusehen, mit langen Haaren und Fliegerkrawatten. Langley war auch Tüftler, und im Verlauf der Zeit wurde er davon fast besessen. Er entwickelte z.B. eine Art Staubsauger für die Bestandteile eines Klaviers. Er versuchte auch, ein Ford Modell T Auto umzubauen, damit es mit Strom statt Benzin fahren würde.

1909 verließ Dr. Herman Collyer die Familie. Nun entschieden sich die zwei Brüder, die erst Mitte Zwanzig waren, im Haus bei der Mutter zu bleiben. Als der Vater 1923 starb, erbte die Mutter die Möbelstücke, Geräte und Bücher, die in der Arztpraxis des Vaters gewesen waren. Die Mutter brachte alle Utensilien im Haus unter. Sechs Jahre später starb sie. Daraufhin erbten die Brüder alles. Das Harlem-Viertel hatte sich jedoch seit 1910 drastisch verändert. Ursprünglich wohnte in der Gegend eine Mischung von Wohlhabenden und mittelständischen Leuten. Seit den 1880er Jahren hatte man allmählich Stadthäuser gebaut. Gegen 1910 zwang aber eine wirtschaftliche Flaute manche Immobilienmakler und Vermieter, schwarze Mieter in der Gegend zuzulassen. Vorher hatte man sich immer geweigert, Häuser oder Wohnungen an Schwarze zu vermieten oder zu verkaufen. Dann kam der erste Weltkrieg. Tausende von Schwarzen zogen nach New York City, und gleichzeitig verließen viele Weiße sehr schnell Harlem. Nach 1920 waren fast alle Menschen in Harlem schwarz. Die Collyer-Brüder hatten sich schon im Haus verbarrikadiert und der Gesellschaft entzogen. Jetzt waren sie ein anachronistisches Kuriosum.


Einsiedler

Es gab viele Gerüchte, dass das Haus wertvollen Schmuck enthielt, und deshalb versuchte man zuweilen, ins Haus einzubrechen. Jugendliche warfen Steine auf das Haus und zerschmetterten die Fenster. Die Brüder wurden paranoider und blockierten die Fenster mit Holzbrettern. Langley begann, versteckte Fallen einzurichten. Die Brüder hörten auf, ihre Rechnungen zu bezahlen. Daraufhin sperrten die Versorgungsbetriebe das Wasser, das Telefon, die Heizung und den Strom. Homer und Langley versuchten mit einem kleinen Petroleumofen das ganze Haus zu beheizen. Langley versuchte außerdem vergeblich, Energie mittels eines Automotors zu erzeugen. Langley fing auch an, in der Nacht durch die Nachbarschaft herumzustreunen. Er holte Wasser von einem Hahn im Park. Die Brüder hatten ausreichend Geld, um die bevorstehende Weltwirtschaftskrise zu überstehen, insoweit als sie fast nichts ausgaben. 1933 verlor Homer seine Sehkraft. Er litt auch an Rheumatismus. Langley entwickelte für Homer ein bizarres Ernährungsprogramm: 100 Orangen in der Woche, schwarzes Brot mit Erdnussbutter. Langley hamsterte alte Zeitungen und andere Objekte.


Die Öffentlichkeit wird aufmerksam

Erst 1938 erwähnte die Presse die Collyer-Brüder, als sie einen Immoblienmakler hinaus warfen, der das Haus auflisten wollte. Die New York Times kolportierte Gerüchte aus der Nachbarschaft. Man behauptete, dass die Brüder in “orientalischem Luxus” wohnten und einen großen Haufen Bargeld besaßen. Keines der Gerüchte entsprach der Wahrheit. Die Brüder waren nicht reich, denn seit Jahrzehnten hatten weder Homer noch Langley gearbeitet, aber sie waren auch nicht pleite. Die Presse berichtete über sie 1942 nochmals, als sie in einen Streit mit ihrer Bank gerieten. Die Collyers hatten sich geweigert, die Raten für ihre Hypothek zu bezahlen. Die Bowery Savings Bank wollte das Haus wieder in Besitz nehmen und schickte Vollstrecker und Arbeiter dorthin, um die Brüder zu emittieren. Langley benahm sich aggressiv und die Nachbarn riefen die Polizei. Als die Polizei versuchte, ins Haus einzudringen, stieß sie auf eine Mauer aus Gerümpel; die Dinge waren vom Boden bis zur Decke aufgestapelt. Langley schrieb einen Scheck über $6700 aus (eine Summe, die heute ungefähr $90 000 entspricht). Mit einem Schlag bezahlte er damit die Hypothek ab. Die Bank war zufrieden, und Langley verlangte, dass jedermann ihn und Homer in Ruhe lassen sollte.


Die Entdeckung


Homer Collyer tot

Am 21. März 1947 rief man das 122. Polizeirevier an. Der anonyme Anrufer sagte, es gäbe eine Leiche im Haus, weil ein fauler Geruch herauskam. Man schickte einen Polizisten zum Haus, dem es nicht gelang, sich Eintritt zu verschaffen. Es gab keine Türklingel und kein Telefon. Die Türen waren verriegelt, und die gebrochenen Kellerfenster waren mit Gitterwerken eingerichtet. Endlich drang eine Polizeimannschaft ein; sie musste dann das Gerümpel entfernen. Die einzige Möglichkeit, das Haus aufzuräumen war alles auf die Straße hinzuwerfen. In der Wandelhalle des Hauses lag ein gigantischer Haufen bestehend aus alten Zeitungen, Klappbetten und -Stühlen, einer längst kaputten Nähmaschine, Kartons, und einer zerlegten Kelter. Ein Polizist namens William Baker drang durchs Fenster in ein Wohnzimmer im ersten Stock ein. Dort fand er mehr Pakete, Zeitungen, Kartons, einen Kinderwagen, eine Harke, und zahlreiche alte Regenschirme. Nach zwei Stunden entdeckte er die Leiche Homers. Der ältere Bruder trug nur einen fadenscheinigen Bademantel. Seine verfilzten grauen Haare waren schulterlang, und der Kopf lag zwischen den Knien.

Der Coroner, Dr. Arthur C. Allen, stellte fest, dass Homer nur zehn Stunden lang tot gewesen war, als die Polizei ihn fand. Deshalb hatte Homer nicht die Quelle des Fäulnisgeruchs sein können. Darüber hinaus hatte offenbar kein Verbrechen stattgefunden. Die Ursache des Todes war einfach: Homer war verhungert und verdurstet. Mittlerweile hatten sich mehr als 600 Leute vor dem Haus versammelt. Langley war nirgendwo zu finden.


Inhalt des Hauses

Um Langley ausfindig zu machen, fing die Polizei an, das Haus zu durchsuchen. Die Polizisten mussten noch mehr Habseligkeiten entfernen, u.a. Seil, mehr Kinderwagen, mehr Harken und Regenschirme, rostige Fahrräder, verfaulte Lebensmittel, eine Waffensammlung, Gaskronleuchter, Bestandteile einer Kutsche, ein Damespielbrett, Kindermöbel, ein Sortiment Klaviere, ein Klavichord, zwei Orgeln, sechs Flaggen, und zahllose Bündel Zeitungen. Gleich neben dem Sterbeort Homers fanden die Polizisten 34 Kontobücher; auf den Bankkonten waren insgesamt $3007,18. Am nächsten Tag kam die Polizei zurück. Diesmal entfernte sie aus dem Haus einen Kartoffelschäler, Lampenschirme, die Karosserie eines alten Autos, Spielzeuge und fast 1000 Kilo Zeitungen, Magazine und Holzstücke, und noch mehr Waffen und Munition. Man stellte fest, dass die meisten Dinge wertlos waren. Langley blieb verschollen.

Am 30. März gab es weitere Gerüchte. Angeblich hatte man Langley gesichtet, als er mit dem Bus nach Atlantic City (New Jersey) fuhr. Eine Fahndung entlang der Küste New Jerseys scheiterte. Zwei Tage später begann die Polizei wieder die Durchsuchung des Hauses. Jetzt entfernte sie 3000 Bücher, dutzende Telefonbücher, den Unterkiefer eines Pferdes, einen Steinway-Konzertflügel, und noch mehr Zeitungen. Bislang hatte man mindestens 9000 Kilogramm aus dem Haus entfernt, und zwar nur aus dem Erdgeschoss. Die Polizei setzte fast eine Woche lang die Arbeit fort; schließlich war mit 45 000 Kilogramm zu rechnen. Obwohl ein Teil des Krams aus der Praxis des verstorbenen Vaters stammte, bestand das meiste davon aus wertlosem Zeug, das Langley seit Jahren gehamstert hatte.


Langley Collyer tot

Endlich wurde das Mysterium gelöst. Einer der Arbeiter, Artie Matthews, fand Langley Collyers Leichnam. Es hat sich herausgestellt dass Langley nur drei Meter von Homer entfernt war. Die Ratten fraßen ihn auf, als er entdeckt wurde. Auf seinem Rücken lagen drei riesige Bündel Zeitungen und ein schwerer Koffer. Die Beamten stellten fest, dass Langley durch seinen “Tunnel” im Gerümpel gekrochen war, um Homer Essen zu bringen, als ihn eine seiner Fallen tötete. Der Geruch war der Langleys gewesen.

1942 hatte die New York Herald Tribune (die seit 1966 nicht mehr existiert) Langley interviewt. Man fragte nach all den Zeitungenbündeln. Seine Antwort : “Ich hebe die Zeitungen für Homer auf, damit er die Nachrichten einsehen kann, wenn er seine Sehkraft wieder bekommt”.


Mehr Gerümpel im Haus

Am Ende nahmen die Polizei und die Arbeiter mehr als 65 000 Kilogramm Gerümpel und Müll aus dem Haus. Nur ein kleiner Teil davon hatte einen Wert; er erzielte bei einer Versteigerung weniger als $2000. Insgesamt war das ganze Familiengut $91 000 wert. Der Bundesstaat New York erhielt alles, denn weder Homer noch Langley hatten je geheiratet oder Kinder bekommen. Schließlich riss man das Haus ab, weil es sehr baufällig war und eine Brandgefahr darstellte. Das Dach leckte; manche Wände waren schon zusammengestürzt, deren Backsteine und ihr Mörtel überall zu finden.

Die Quellen stimmen nicht genau überein, was im Haus zu finden war. Es war ein totaler Wirrwarr. Auf einer anderen Liste stehen folgende Gegenstände:

  • 25 000 Bücher, davon 2500 juristische Bände
  • Gemälde
  • Schmuck und Kleider der Mutter
  • Wandteppiche und große Rollen Seide und Stoff
  • Gewehre, Pistolen, Bajonette und viele Säbel
  • 14 Klaviere (darunter auch einige Konzertflügel)
  • Banjos, Violinen, eine Orgel, ein Signalhorn und ein Akkordeon
  • zahllose Schallplatten und ein Grammophon
  • Kronleuchter
  • Uhren
  • Büsten aus Gips
  • Ausstattungen für Fotografie


Siehe auch

  • Messie-Syndrom


Quellen


Buch

  • Franz Lidz, Ghosty Men: The Strange but True Story of the Collyer Brothers., New York’s Greatest Hoarders: An Urban Historical, ISBN 1-58234-311-X


Artikel in der New York Times

  • New York Times, 16 August 1923, Seite 15, “Obituary Herman L. Collyer” (”Nachruf von Herman L. Collyer”)
  • New York Times, 5 April 1939, Seite 26, “Gas company seizes meters of ‘hermits’” (”Gasgesellschaft beschlagnahmt den Gasmesser der ‘Einsiedler’”)
  • New York Times, 5 August 1942, Seite 21, “Mortgage on recluses’ home is foreclosed, but legendary brothers still hide within” (Bank will das Haus nehmen, Brüder verstecken sich noch darin”)
  • New York Times, 8 August 1942, Seite 13, “Bank and Collyers declare a truce” (”Bank und die Collyer-Brüder machen Frieden”)
  • New York Times, 30 September 1942, Seite 24, “Collyer mansion keeps its secrets” (”Collyer-Haus hält seine Geheimnisse”)
  • New York Times, 2 Oktober 1942, Seite 27, “Order ejects Collyers” (”Gerichtsbeschluss exmittiert die Collyers”)
  • New York Times, 19 November 1942, Seite 27, “Collyers pay off $6,700 mortgage as evictors smash way into home” (”Man dringt ins Haus ein, Collyers zahlen die Hypothek von $6700 ab”)
  • New York Times, 21 November 1942, Seite 24, “Collyers get deed to home” (”Collyers bekommen Urkundenpaper fürs Haus”)
  • New York Times, 3 Februar 1943, Seite 21, “Collyers may lose house” (”Collyers könnten Haus verlieren”)
  • New York Times, 4 Februar 1943, Seite24, “Government gets Collyer property” (”Regierung bekommt Collyers Eigentum”)
  • New York Times, 27 Juli 1946, Seite 16, “Subpoena flushes Harlem recluse” (”Vorladung zwingt Collyers, herauszukommen”)
  • New York Times, 28 Januar 1947, Seite 25, “Hermit brothers get $7,500 award” (”Collyer-Brüder bekommen $7500 Entschädigungen”)
  • New York Times, 22 März 1947, Seite 01, “Homer Collyer, Harlem recluse, found dead at 70 [sic]” (”Homer Collyer, Harlem Einsiedler, mit 70 Jahren [sic] tot”)
  • New York Times, 26 März 1947, Seite C24, “The Collyer mystery” (”Das Mysterium der Collyers”)
  • New York Times, 27 März 1947, Seite 56, “Langley Collyer is dead” (”Langley Collyer ist tot”)
  • New York Times, 12 April 1947, Seite 15, “Langley Collyer buried” (”Langley Collyer wird beerdigt”)


Weblinks

  • The Collyer Brothers at Useless Information (englisch)
  • Findagrave: Homer Collyer (englisch)
  • Findagrave: Langley Collyer (englisch)

Ptolemaios X.

Ptolemaios X. Alexander I. war Pharao (König) von Ägypten aus der Dynastie der Ptolemäer in der ptolemäischen Zeit. Er regierte von 110 bis 109 v. Chr. und von 107 bis 88 v. Chr.

110 v. Chr. wurde er Mitregent seines Bruders Ptolemaios IX., wozu er von seiner Mutter von seinem Amt als Statthalter Zyperns abberufen wurde. 107 v. Chr. wurde er alleiniger Herrscher. Er starb bei dem Versuch, eine Revolte in Alexandria zu unterdrücken.


Weblinks

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